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Studie: Samenbanken könnten große Hilfe bei Besiedlung neuer Planeten sein

Studie: Samenbanken könnten große Hilfe bei Besiedlung neuer Planeten sein
In Spanien wurde ein Experiment durchgeführt, welches zeigt, dass menschliche Spermien, nachdem sie Mikrogravitation ausgesetzt wurden, keine ersichtlichen Einbußen erfahren. Das könnte bedeuten, dass Samenbanken dazu genutzt werden könnten, um neue Welten zu bevölkern.

Weibliche Astronautencrews könnten sich zukünftig ohne die Hilfe von Männern im Weltraum fortpflanzen, so eine neue spanische Studie. Die Untersuchung ergab, dass gefrorene Samenproben, die der Mikrogravitation ausgesetzt waren, ähnliche Eigenschaften beibehielten wie Samenproben, die am verblieben. Dies weckt Hoffnungen, dass eines Tages eine Samenbank im Weltraum eingerichtet werden könnte, um neue Welten zu bevölkern.

Dies könnte sich für Astronautinnen als interessant erweisen, da sich die Crews zukünftiger Mars-Missionen Berichten zufolge möglicherweise allein aus Frauen zusammensetzen werden.

Helen Sharman, die erste britische Astronautin, sagte auf einer Konferenz im Jahr 2017, dass es einen unveröffentlichten NASA-Bericht gegeben habe, der sich mit der Frage nach der geschlechtlichen Vorstellungen von Raumfahrern bei möglichen Missionen zum Mars beschäftigte. Sharman wies darauf hin, dass der Bericht eine Zusammensetzung von gleichgeschlechtlichen Weltraumcrews empfahl, weil das eine bessere Teamarbeit ermögliche.

Ergebnisse einer kleinen Vorstudie, an der Spermien von zehn gesunden Spendern beteiligt waren, deuten darauf hin, dass "die Möglichkeit besteht, eine menschliche Samenbank außerhalb der Erde zu schaffen", so die Forscher.

Die Studie wurde am Sonntag auf der Jahrestagung der European Society of Human Reproduction and Embryology in Wien vorgestellt.

Montserrat Boada, von Dexeus Women's Health in Barcelona, die die Forschungsergebnisse zusammen mit ihren Kollegen präsentierte, erklärte:

Einige Studien deuten auf eine signifikante Abnahme der Beweglichkeit einer menschlichen, frischen Samenzelle hin. Aber es wurde nichts über die möglichen Auswirkungen von Gravitationsunterschieden auf gefrorene menschliche Keimzellen berichtet, wie sie von der Erde ins All transportiert werden könnten.

Eine Gruppe von Spermienproben, die in der Studie verwendet wurden, war mit Hilfe eines kleinen Flugzeugs der Mikrogravitation ausgesetzt worden. Die Proben wurden dann einer Fruchtbarkeitsuntersuchung unterzogen und auf Dichte, Mobilität und DNA-Fragmentierung analysiert.

Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den dem Mikrogravitationstest ausgesetzten Proben und solchen, die am Boden geblieben waren, festgestellt.

Die Forscher wiesen aber darauf hin, dass weitere Arbeiten erforderlich seien, um die Auswirkungen von Weltraumbedingungen, wie beispielsweise unterschiedliche Gravitationsgrade, vollständig zu verstehen, und dass Spermien über einen längeren Zeitraum weltraumähnlichen Bedingungen ausgesetzt sein müssten. Boada sagte dazu:

Unsere beste Option wird sein, das Experiment mit Hilfe der realen Raumfahrt durchzuführen, doch der Zugang ist sehr begrenzt.

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