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Studie: Vor allem ältere Menschen sterben durch Hitzewellen

Studie: Vor allem ältere Menschen sterben durch Hitzewellen
Archivbild
Vor allem für ältere Menschen sind Hitzewellen ein tödliches Risiko. Studien zeigen, dass solche Perioden in den vergangenen Jahren in Deutschland für Tausende Todesfälle gesorgt haben. Vor allem bei mehreren Hitzetagen in Folge steigt die Gefahr für einen Hitzetod.

Wie Wissenschaftler im Bundesgesundheitsblatt berichten, starben in den Hitze-Sommern zwischen 2006 und 2015 in Deutschland rund 6.200 Menschen. Mitautor der Studie Matthias an der Heiden vom Robert Koch-Institut in Berlin sagte:

Man sieht, dass vor allem in den Altersgruppen 75 bis 84 und über 85 Jahren ein besonderes Risiko besteht.

Mit länger andauernder Hitze wird es zunehmend schwieriger, sich zum Schutz vor der Hitze in Gebäude zurückzuziehen, weil diese sich ebenfalls aufheizen. Matthias an der Heiden sagte: "Gerade Menschen, die nicht so flexibel sind, zum Beispiel bettlägerig – die sind teils noch stärker gefährdet." Wichtig sei, dass nicht mehr handlungsfähige Menschen genug Unterstützung bekämen: Dass man ihnen Getränke bringt oder für Erfrischung sorgt, indem man Hände oder Füße in kühles Wasser legt, so der Wissenschaftler. Zu den Empfehlungen zählten auch vermeintlich naheliegende Dinge wie ausreichendes Trinken.

Einzelne heiße Tage stellen den Analysen zufolge ein weniger tödliches Risiko dar – gefährlich werde es ab mehreren Hitzetagen in Folge, erläuterte an der Heiden. Ab Wochenmitteltemperaturen von 20 Grad, Tages- und Nachtwerte einberechnet, würden systematisch mehr Todesfälle beobachtet. Derart warme Wochen seien in den vergangenen Jahrzehnten deutlich häufiger beobachtet worden, heißt es in der Studie. Der Trend werde sich vermutlich im Zuge der Klimaerwärmung fortsetzen "und eventuell noch verschärfen". 

Wie an der Heiden erklärt, können Ärzte zwar Hitze als Todesursache angeben, tatsächlich geschehe dies aber nur sehr selten. Die Wissenschaftler analysieren deshalb die Sterbezahlen mit Blick auf Tage, an denen deutlich mehr Menschen sterben als üblich. Mittels eines mathematischen Modells suchen sie systematisch nach Zusammenhängen zwischen hohen Temperaturen und erhöhten Sterbezahlen.

Wie es im Bundesgesundheitsblatt heißt, traten sechs der elf extremsten Hitzewellen im Zeitraum von 1950 bis 2015 nach dem Jahr 2000 auf. Eine einheitliche Definition, ab welcher Dauer von einer Hitzewelle gesprochen wird, gebe es nicht. Um die Schwere zu beurteilen, gelten hitzebedingte Todesfälle als wichtige Größe.

Außerdem sei wegen der Juni-Hitze mit einer aktuellen Zunahme der Todesfälle in Deutschland  zu rechnen.

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(rt deutsch / dpa)

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