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Spuck-Skandal: Vier Schüler und Lehrer von Wiener Schule ausgeschlossen

Spuck-Skandal: Vier Schüler und Lehrer von Wiener Schule ausgeschlossen
Symbolbild
Ein Video, das einen Schüler zeigt, der seinen Lehrer provoziert und von diesem dann bespuckt wird, sorgte im Mai für Aufsehen. Heute wurde bekannt, dass vier Schüler von der Schule ausgeschlossen werden. Der Lehrer befindet sich derzeit im Krankenstand, soll aber nicht zurückkehren.

Eine unabhängige Kommission der Wiener Bildungsdirektion hat sich mit dem Vorfall, der sich etwa vor einem Monat ereignete, beschäftigt. Die Aufnahmen, die am 2. Mai an der HTL Ottakring entstanden sind, zeigen, wie ein Lehrer zunächst von einem Schüler provoziert und daraufhin von dem Lehrer bespuckt wird. Die Schüler selbst sollen den Pädagogen über mehrere Monate hinweg gemobbt haben. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte Wiens Bildungsdirektor Heinrich Himmer heute die Ergebnisse der Überprüfung.

Demnach müssen vier von sechs an dem Vorfall beteiligten Schüler die Schule nun verlassen. Begründet wird diese Entscheidung damit, dass die Schüler ihre Pflichten in schwerwiegender Weise verletzt haben und die Anwendung von Erziehungsmitteln erfolglos blieb. Was den Lehrer betrifft, so hat die Kommission entschieden, dass die Zusammenarbeit nach Ablauf seines einjährig befristeten Dienstvertrags nicht sinnvoll sei, da "die pädagogisch nötige Eignung nicht gegeben" ist. Der Mann befinde sich noch im Krankenstand und spreche mit den Behörden nur über seinen Rechtsanwalt.

Heinrich Himmer betonte bei der Pressekonferenz:

Besondere Situationen verlangen besondere Herangehensweisen – und so war es mir wichtig, dass diese auch medial stark diskutierten Vorfälle an der HTL Ottakring nicht nur intern, sondern ganz bewusst auch durch eine externe unabhängige Kommission überprüft werden. Wohl können wir auf Basis dieser Überprüfung nun als Bildungsdirektion die Ergebnisse der Disziplinarkonferenz an der HTL Ottakring weitestgehend bestätigen, darüber hinaus jedoch stellen die Überlegungen der Kommission für eine künftig bessere Vorgehensweise in dieserart schulischen Extremsituationen eine wichtige Hilfe dar. Ich denke, dass aus diesen Vorkommnissen österreichweit gelernt werden kann und muss.

Als eine der Konsequenzen auf den Fall soll in den befristeten Dienstverträgen der Lehrer im ersten Jahr künftig eine dreimonatige Probezeit festgeschrieben werden. Lehrer sollen ihre Verträge außerdem leichter kündigen können. Die Schulleitung soll zudem Checklisten erhalten, die unter anderem den Umgang mit Krisensituationen erklären.

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