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Studie: Fertiggerichte verleiten zum Zugreifen und machen dick

Studie: Fertiggerichte verleiten zum Zugreifen und machen dick
Symbolbild
Stark verarbeitete Lebensmittel sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Übergewichtigen. US-Forscher fanden nun heraus, dass Fertiggerichte nicht satt machen und Menschen dazu verleiten, mehr zu essen und somit zuzunehmen.

US-Forscher um Kevin Hall vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK) wollten überprüfen, ob veränderte Essvorlieben etwas mit der steigenden Zahl von Übergewichtigen zu tun hätten. Wie sie im Fachblatt Cell Metabolism berichten, wurden 20 gesunde Freiwillige ausgewählt, die einen Monat lang im Labor lebten. Dort wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Gruppe bekam jeden Tag drei Mahlzeiten plus Snacks, die aus hoch-prozessierten Lebensmitteln bestanden. Zum Frühstück gab es unter anderem eine Portion Honig-Nuss-Getreideprodukte und einen Fertig-Blaubeermuffin. 

Eine Schülerin mit ihrem Lunch-Tablett an der Salusbury Primary School im Nordwesten Londons am 11. Juni 2014.

Die andere Gruppe erhielt genauso viele Mahlzeiten, allerdings mit unverarbeiteten Lebensmitteln. Hier bestand das Frühstück etwa aus Joghurt mit Obst und Nüssen. Beiden Gruppen wurden jeden Tag die gleichen Mengen an Kalorien sowie Kohlenhydraten, Fetten, Zucker und Salz angeboten, nach zwei Wochen wurde getauscht. Über den ganzen Zeitraum konnten die Probanden so viel essen, wie sie wollten.
Das Ergebnis: Nach den zwei Wochen mit stark verarbeiteten Lebensmitteln nahmen die Teilnehmer im Durchschnitt ein knappes Kilogramm zu, bei den nicht verarbeiteten Lebensmitteln nahmen sie im gleichen Maß ab. Ähnlich verhielt es sich mit dem Körperfettanteil.

Die Probanden nahmen bei den hoch-prozessierten Lebensmitteln durchschnittlich 508 Kilokalorien pro Tag mehr auf. "Tatsächlich aßen sie bei dieser Ernährungsweise mehr Kalorien, was zu einer Zunahme an Gewicht und Körperfett führte", sagte Studienleiter Kevin Hall. Der Geschmack war dafür kein Grund: Beide Ernährungsweisen schmeckten den Teilnehmern gleich gut.

Die Wissenschaftler haben verschiedene Vermutungen zu den Ursachen. So aßen die Teilnehmer die hoch verarbeiteten Lebensmittel schneller. "Wenn man sehr schnell isst, gibt man seinem Magen-Darm-Trakt möglicherweise nicht genügend Zeit, um dem Gehirn zu signalisieren, dass man voll ist", erläutert Hall. "In diesem Fall könnte man leicht zu viel essen." Die Studienautoren nannten auch eine weitere mögliche Ursache: Bei der stark verarbeiteten Ernährung standen auch Getränke mit zugesetzten Stoffen wie bestimmte Säfte und Limonaden auf dem Plan. Flüssigkeiten könnten zu einem anderen Sättigungsgefühl führen, so dass die Teilnehmer insgesamt mehr Kalorien aufnahmen.

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(rt deutsch/dpa)

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