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Gewalt im Klassenzimmer: Österreich droht aggressiven Schülern mit gesondertem Unterricht

Gewalt im Klassenzimmer: Österreich droht aggressiven Schülern mit gesondertem Unterricht
Symbolbild
Ein Vorfall an einer Schule in Wien-Ottakring schlägt in Österreich hohe Wellen: Ein Lehrer wird über Monate hinweg schikaniert, woraufhin er einen seiner Schüler bespuckt. Jener reagiert prompt und stößt ihn gegen die Tafel. Auch den Schülern, die am Mobbing beteiligt gewesen waren, drohen nun disziplinarische Maßnahmen.

Ein Ausnahmefall oder die bittere Realität? Ein Lehrer wurde an einer Schule in Wien-Ottakring immer wieder schikaniert und reagierte schließlich mit einer Notlösung: Er bespuckte einen der jungen Männer und wurde daraufhin angegriffen. Die Schule will nach dem Vorfall sechs Schüler ausschließen, für zwei weitere bleibt es bei einer Ermahnung. Auf einem Video aus einer anderen Wiener Schule ist zu sehen, wie ein Lehrer mit einem vollen Mülleimer beworfen wird. Diese Vorfälle entfachten die Debatte über die Disziplin in österreichischen Klassenzimmern.

Auffälligen Schülern drohen künftig angesichts der Respektlosigkeit gegenüber Lehrern strengere disziplinarische Maßnahmen. In gravierenden Fällen sollen Schüler vorübergehend aus dem Klassenverband ausscheiden und in sogenannten "Time-Out"-Klassen von Sonderpädagogen unterrichtet werden, kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann an. Diese Maßnahme könne für eine Woche oder einen Monat erfolgen. "Viel länger soll es nicht dauern", meinte der Minister.

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Sehr kritisch betrachtet SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid jene "Time-Out"-Gruppen. Ihr zufolge sollte man das Schulklima stärken und weitere Schulpsychologen einstellen, anstatt zu veralteten Erziehungsmethoden zu greifen:

Es gilt, das Klassengefüge und Schulklima zu stärken, und nicht, einen Rückschritt zu veralteten Konzepten wie dem 'Winkerlstehen' zu machen."

Das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung beschreibt sogenannte "Time-Out"-Gruppen als Maßnahmen, in denen verhaltensauffällige Schüler, die den Unterricht behindern, gesondert unterrichtet werden. Eine "Time Out"-Gruppe bewege sich im Ausmaß von fünf bis maximal acht Schülern, heißt es auf der Webseite des Ministeriums. Eigens geschultes Personal zur Leitung der Gruppen werde zum Einsatz kommen.
Ziel der Gruppen sei es, eine rasche Rückkehr der betreffenden Schüler in die Regelklasse zu ermöglichen. Die Zuweisung in eine solche Gruppe kann bedeuten, dass ein Schüler lediglich ein- bis zweimal in der Woche an entsprechenden Maßnahmen teilnimmt, ansonsten jedoch in seiner regulären Klasse bleibt. Es werde jedoch auch Fälle geben, in denen es notwendig sein werde, die gesamte Unterrichtszeit in der "Time Out"-Gruppe zu verbringen. In diesen Fällen erfolgt die schrittweise Rückkehr in die Klasse erst nach einigen Wochen.

Bei klaren Übertretungen soll "ein rasches Handeln" gewährleistet werden – so ist auch ein Ausschluss der Schüler nicht ausgeschlossen. In weniger schlimmen Fällen sei es möglich, Schüler für den Rest einer Stunde oder des Tages in einen "Cool-Down-Raum" zu verweisen.

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