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IWF: Technologiefortschritt könnte geschlechtsspezifische Beschäftigungslücke vergrößern

IWF: Technologiefortschritt könnte geschlechtsspezifische Beschäftigungslücke vergrößern
Der Internationale Währungsfonds hat Resultate einer Studie über die Gefahr des Fortschreitens der Technologien für lohnabhängig Beschäftigte veröffentlicht. Nach dem Bericht soll die Gefahr der Verdrängung der Frauen von Arbeitsplätzen gravierender sein als bei Männern.

Ein neuer Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat ergeben, dass Frauen einer größeren Gefahr ausgesetzt sind, ihren Arbeitsplatz durch den Technologiefortschritt zu verlieren als ihre männlichen Kollegen.

Der Studie zufolge könnten bis zu 26 Millionen Frauen in den reichsten Volkswirtschaften innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte von ihren Arbeitsplätzen verdrängt werden, wenn die Weiterentwicklung von Technologien im derzeitigen Tempo vorangetrieben wird.

Damit wären elf Prozent der Frauen mit 70 Prozent Wahrscheinlichkeit einem hohen Risiko ausgesetzt, ihren Arbeitsplatz künftig zu verlieren. Bei den Männern sind neun Prozent von diesem Risiko betroffen. In dem Bericht heißt es, dass dies auch zu einer weiteren Verschärfung des Lohngefälles zwischen Männern und Frauen führen könnte.

Die IWF-Studie zeigte, dass Disparitäten in erster Linie durch die berufliche Spaltung verursacht werden, bei der Frauen überproportional in geringer qualifizierten Funktionen des Vertriebs sowie bei Bürotätigkeiten vertreten sind, die eher von Routine geprägt sind und daher eher dem Trend zur Automatisierung anheimfallen. Das sei sowohl auf die "Selbstselektion" (Wahl bestimmter Berufe durch die Frauen) als auch auf die spezifische Belastung durch Tätigkeiten zurückzuführen. Die Autoren des Berichts erklärten:

Wir stellen fest, dass Frauen im Durchschnitt in allen Sektoren und Berufen mehr routinemäßige oder kodifizierbare Aufgaben erfüllen als Männer – Aufgaben, die stärker für die Automatisierung anfällig sind. […] Darüber hinaus erfüllen Frauen weniger Aufgaben, die analytischen Input oder abstraktes Denken erfordern (zum Beispiel Fähigkeiten zur Informationsverarbeitung), bei denen der technologische Wandel die menschlichen Fähigkeiten ergänzen und die Arbeitsproduktivität verbessern kann.

Die IWF-Forscher entwickelten einen sogenannten "Routineaufgabenintensitätsindex" (original: routine task intensity – RTI), um den Routine-Anteil verschiedener Berufe zu messen und teilten das dann nach Geschlecht den einzelnen Tätigkeitsbereichen zu.

Im Durchschnitt lag der RTI-Index für Frauen 13 Prozent höher als für männliche Beschäftigte, was auf Frauen "zurückzuführen ist, die typischerweise weniger Aufgaben erfüllen, die analytische und zwischenmenschliche Fähigkeiten oder körperliche Arbeit erfordern".

Der Bericht wies darauf hin, dass Frauen "sich zunehmend für Arbeitsplätze entscheiden, die mehr von der Verdrängung durch Technologie betroffen sind".

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