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Anti-Brexit-Boyband "Breunion Boys": Soll man lachen oder weinen?

Anti-Brexit-Boyband "Breunion Boys": Soll man lachen oder weinen?
Yeah! We love Europe!
Ganz gleich, ob man den Brexit nun richtig findet oder nicht – die Debatte darüber fördert zum Teil absurde Ausrutscher zutage. Eine Popgruppe, die extra für den Verbleib der Briten in der EU gegründet wurde, ist der vorläufige Höhepunkt in Sachen Peinlichkeit.

von Timo Kirez

Dieser Artikel könnte mit dem geflügelten Ausdruck des "sich in Grund und Boden Schämens" beginnen. Doch das dürfte in diesem Fall nicht annähernd ausreichen. Denn man möchte sich am liebsten glatt bis zum Erdmittelpunkt "tiefenschämen". Die Debatte um den sogenannten Brexit entwickelt sich immer mehr zu einem Leckerbissen für Satiriker. Eine groteske Steilvorlage jagt die nächste. Man kommt mit dem Lachen kaum noch nach. Die Schenkel sind schon geschwollen vor lauter Klopfen. Nur noch eine Frage der Zeit, bis ein "Brexit-Syndrom" diagostiziert wird und Eingang in die Medizinbücher findet.

Eine ganz besondere Note in dem anwachsenden Brexit-Kuriositätenkabinett ist die Boyband "Breunion Boys". Es handelt sich dabei um keinen Schreibfehler – die heißen wirklich so. Der dünne Wikipedia-Eintrag zu der Gruppe, die von der niederländischen Animationskünstlerin Julia Veldman gegründet wurde, verrät uns:

Die Band besteht aus fünf Mitgliedern: Joshua Alagbe, Hajo Reurs, Seyed Hosseini, Pablo Ramos und Gilles Meester. Sie wurden nur mit dem einzigen Ziel zusammengeführt, das Vereinigte Königreich wissen zu lassen, dass Europa sie immer noch in der Europäischen Union haben will.

Und genau so schlimm, wie es sich liest, klingt es dann auch. Der erste "Hit" dieses Westentaschen-Take-That-Juncker-forever-Verschnitts lautete dann auch – hier folgt ein kurzer dramatischer Trommelwirbel: "Britain Come Back". No joke. In diesem "Meisterwerk" besingen die fünf EU-Jünger schmachtend vor Hingabe und Verlangen ihre Liebe zu Europa und fordern die Briten auf, alles noch einmal zu überdenken. Denn, um hier eine Kostprobe des lyrischen Geniestreichs zu geben:

Es gibt immer ein Meer zwischen uns, aber früher befuhren wir es zusammen.

Bei so viel Schmalz flutscht die Botschaft gleich mal viel leichter. Der absolute Höhepunkt dieser gelungenen Fremdschäm-Operation findet sich allerdings im Musikvideo, und zwar ab Minute 3:00. Nachdem die Fünf aufzählen, warum die Britten sich eines Besseren besinnen sollten, singt einer der Jungs: "Look what you leave behind" ("Schau, was Du zurücklässt") – öffnet sein Hemd und zeigt uns seinen Sixpack. Hier der Beweis für alle Ungläubigen:

Nun, es ist klar, das ändert natürlich alles. Nach so einem tiefschürfenden, wohl durchdachten und plastisch präsentierten Argument – da weiß man einfach nicht, was man erwidern soll. Nicht viel besser wird es bei dem zweiten Song der Band. Der trägt den bezeichnenden Titel: "The Real Deal". Und natürlich geht es dabei um den Brexit-Deal von Theresa May. Der sei nicht der "real deal" – die Briten hätten noch eine andere Wahl, nämlich der Verbleib in der EU. In holprigen Zeilen und mit 08/15-Gitarren-Geschrammel praktizieren die "Breunion Boys" in diesem Lied über 2:58 Minuten Politik für Dummies und erweisen den EU-Anhängern in Großbritannien den größtmöglichen Bärendienst.

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