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Mysteriöse Funksignale aus den Tiefen des All entdeckt

Mysteriöse Funksignale aus den Tiefen des All entdeckt
Ein Bild des European Southern Observatory zeigt einen künstlerischen Eindruck einer Supernova und des damit verbundenen Gammastrahlenausstoßes, der von einem sich schnell drehenden Neutronenstern mit einem sehr starken Magnetfeld angetrieben wird – einem Objekt, das als Magnetar bekannt ist.
Ein sehr klares, sich wiederholendes Radiosignal aus Milliarden von Lichtjahren Entfernung - das zweite seiner Art, das je registriert wurde: Wissenschaftler glauben, dass Signale dieser Art häufiger vorkommen, als bisher angenommen wurde.

Das Signal ist ein schneller Radioblitz oder Fast Radio Burst (FRB). Die neue Quelle ist eine weitere von nur 60 (einzelnen) derartigen mysteriösen Signalquellen, die jemals, also in den letzten 13 Jahren, entdeckt wurden. Das Besondere sind die Wiederholungen dieser eigentlich einmaligen Millisekunden langen intensiven Impulse bzw. Blips, was auf verlockend mysteriöse Ursprünge dieser Signale hinweist. Wissenschaftler des Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment (CHIME) konnten seine Position etwa 1,5 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt über sechs Wiederholungen lokalisieren.

Genau wie bereits bei der ersten Quelle, die wiederholte FRB abstrahlt, die 2012 entdeckt wurde, schließt das CHIME auch hier die Möglichkeit aus, dass die Bursts von "katastrophalen Ereignissen" stammen. Sechs Explosionen, die von genau demselben Ort stammen, aber über mehrere Monate hinweg stattfinden, konnten nicht von demselben explodierenden Stern ausgehen. Und die Existenz einer zweiten Signalfolge bedeutet, dass die Entdeckung aus dem Jahr 2012 kein Zufall oder etwa ein Messfehler war. Etwas produziert diese sich wiederholenden Funkimpulse, und es ist über lange Zeiträume hinweg eindeutig fixiert.

"Mit mehr Signalfolgen und mehr Quellen, die uns zum Studium zur Verfügung stehen, können wir diese kosmischen Rätsel vielleicht verstehen – also woher sie kommen und was sie verursacht", erklärte Ingrid Stairs, Astrophysikerin an der University of British Columbia.

Werden wir je erfahren, worum es sich bei

Einschließlich der Signalfolge zeichnete das CHIME innerhalb von zwei Monaten insgesamt 13 neue FRBs auf. Sieben davon wurden auf der niedrigsten Frequenz entdeckt, die bisher gemessen wurde, was darauf hindeutet, dass es auf noch niedrigeren Frequenzen noch mehr von ihnen zu entdecken gäbe.

Die FRBs bieten Forschern einen Anhaltspunkt dafür, welche Art von Materie die riesigen und scheinbar leeren Räume zwischen den Galaxien enthalten. Was auch immer die Strahlung der Bursts durchlaufen muß, diese Wechselwirkung wird auf diese Radiowellen einwirken und kann nach dem Empfang durch ein Radioteleskop "entschlüsselt" werden. Das CHIME scannt täglich die gesamte nördliche Hemisphäre und wird bei voller Kapazität voraussichtlich Dutzende von FRBs pro Monat aufnehmen.

Im Jahr 2017 verfassten Harvard-Wissenschaftler ein Papier, in dem sie behaupteten, wie die Impulse mit einem riesigen Radiosender erzeugt werden könnten, der für die Versorgung eines mit Lichtsegeln ausgestatteten Raumfahrzeugs gebaut wurde. Die Autoren dieses Papers meldeten sich kürzlich wieder zu Wort, um darauf hinzuweisen, dass das interstellare Objekt Oumuamua, das den Astronomen durch seinen ungewöhnlichen Transit durch unser Sonnensystem auffiel, einem Lichtsegel Außerirdischer ähnele.

Wahrscheinlicher sei aber wohl die Möglichkeit, so Shiryash Tendulkar vom CHIME, dass die Signale eventuell von einem "sehr stark magnetisierten, schnell rotierenden Neutronenstern, einem Millisekunden-Magnetar" stammen. Für die normalen und die mehrfachen "sendenden" FRB gibt es aber wissenschaftlich keine abschließende theoretische Erklärung.

"Es ist noch zu früh, um es sicher zu sagen", erklärte er.

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