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In den Schneemassen gefangen: Der kleine Ort Jachenau ist von der Außenwelt abgeschnitten

In den Schneemassen gefangen: Der kleine Ort Jachenau ist von der Außenwelt abgeschnitten
Ein Mann entfernt bei starkem Schneefall Schnee von einer Straße, Eisenerz, Österreich, 9. Januar 2019.
Es schneit und schneit. Nach Einschätzung von Wetterexperten soll es bis in die Nacht zu Freitag in den Alpen Non-Stop-Schneefall geben. Vielerorts ist die Lawinengefahr immens. Auch einige deutsche Ortschaften sind eingeschneit und benötigen technische Hilfe.

Schneemassen bringen viele Orte in Bayern an ihre Grenzen. Am Montag wurde eine Seite der Zufahrtsstraße des kleinen Ortes Jachenau bei Bad Tölz gesperrt, am Dienstag auch die zweite. Bewohner sollen aufgrund der extremen Schneemassen nicht aus den Häusern gehen, da umstürzende Bäume ein zu großes Risiko darstellen. Ein kleiner Dorfladen wurde von der Feuerwehr mit dem Nötigsten beliefert, damit die etwa 800 Einwohner eine Möglichkeit haben an Lebensmittel zu kommen. Post wird nicht ausgeliefert, der Ort ist abgeschnitten. Barbara Gerg lebt seit 1984 in Jachenau. RT Deutsch hat sie per Telefoninterview erreicht.

In Italien kündigte sich Schnee sogar bis tief in den Süden an. Der Zivilschutz warnte vor Schneefällen ab Mittwochabend unter anderem in den Regionen Kalabrien, Sizilien, Abruzzen und Apulien. Im Norden des Landes dagegen gab es eine Warnung vor starkem Wind und in den Alpen vor Sturmböen.

Bei Berchtesgaden saßen rund 350 Menschen fest und mussten per Lastwagen mit Lebensmitteln versorgt werden. Die einzige Straße zum Ortsteil Buchenhöhe in der Nähe des Obersalzbergs sei bis auf weiteres gesperrt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Berchtesgadener Land. Am Vormittag sei damit begonnen worden, die Strecke zu räumen.

Im Beisein seiner Schüler ist ein 62 Jahre alter Lehrer nach einem Skiunfall auf der Mariazeller Bürgeralpe in Österreich gestorben. Der Mann verlor aus bislang ungeklärter Ursache bei der Abfahrt einen Ski und stürzte links über den Pistenrand in einen steil abfallenden Wald, wie die Polizei mitteilte. Dort blieb er im lockeren und metertiefen Schnee kopfüber stecken. Die nachkommenden neun Schüler konnten dem Mann aufgrund der Schneemassen nicht helfen. Einsatzkräfte der Bergrettung Mariazell konnten schließlich zu dem 62-Jährigen absteigen, stellten aber keine Lebenszeichen mehr fest.

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Die Gemeinde Galtür in Tirol, in der im Februar 1999 durch eine Lawinenkatastrophe 31 Menschen gestorben waren, hat nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA die Paznauntalstraße (B188) zwischen Mathon und Galtür wegen Lawinengefahr in beide Richtungen gesperrt. Ebenfalls nicht mehr erreichbar waren am Mittwoch die bei Skitouristen beliebten Orte Lech, Zürs und Stuben im Bundesland Vorarlberg sowie Obertauern in Salzburg. In vier österreichischen Bundesländern gilt derzeit in manchen Regionen die höchste Lawinenwarnstufe fünf.

In der Steiermark wird derweil beraten, in welchen Gebieten die Menschen ihre Häuser und Höfe verlassen müssen. Katastrophenschützer Eitner erklärte, dass in dem österreichischen Bundesland derzeit rund 280 Gebäude von möglichen Lawinen bedroht seien, weil sie in sogenannten Roten Zonen liegen. Damit sind Areale gemeint, die erfahrungsgemäß von Lawinen erreicht werden können.

Bis mindestens Mitte nächster Woche sei vor allem im Alpenraum weiter mit Schnee zu rechnen, sagte am Mittwoch der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz. Eine aktuelle Unwetterwarnung des DWD gilt bis Freitag. Am Samstag könnte sich die Lage dann vorübergehend etwas entspannen. Auch im Erzgebirge ist weiterhin mit Non-Stop-Schneefall zu rechnen, wie DWD-Meteorologen am Mittwoch in Offenbach vorhersagten. In tieferen Lagen bleibe es dagegen bei nasskaltem Wetter.

(dpa/rt)

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