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Umfrage: Berliner sind mehrheitlich für Enteignung von großen Immobilienfirmen

Umfrage: Berliner sind mehrheitlich für Enteignung von großen Immobilienfirmen
Wohnraummangel: Hunderte Bewerber drängen in Kreuzberg zur Besichtigung einer Mietwohnung (20. Dezember 2018).
Steigende Mieten und Wohnungsmangel: In Berlin beschäftigt das Thema "Wohnen" immer mehr Menschen. Eine Berliner Bürgerinitiative will große Immobilienfirmen enteignen – und hätte dabei die Mehrheit der Hauptstadtbewohner hinter sich.

Ginge es nach der Mehrheit der Berliner, dann würden Großvermieter enteignet. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Instituts Civey, die im Auftrag des Tagesspiegel durchgeführt wurde. 

(Symbolbild). Wohnraum in der Innenstadt von Berlin wird immer teurer: In Kreuzberg liegt die durchschnittliche Kaltmiete bei 9,43 bis 22,08 Euro pro Quadratmeter. Nach Berechnungen von Experten fehlen jetzt schon 77.000 Wohnungen, Tendenz steigend.

Demnach sprachen sich 54,9 Prozent der Berliner dafür aus, Großvermieter gegen eine Entschädigung zu enteignen. Mit 33,9 Prozent sprach sich ein Drittel gegen eine solche Maßnahme aus, der Rest konnte sich nicht entscheiden.

Als Großvermieter wurden in der Umfrage Personen beziehungsweise Firmen bezeichnet, die über 3.000 Wohnungen besitzen. Die Einstellung zu dieser Frage hängt offenbar vom Geldbeutel der Befragten ab: Je geringer die Kaufkraft, desto größer der Zuspruch zur Enteignung. Nur innerhalb der Gruppe, die ihre Kaufkraft als "sehr hoch" angegeben hat, gab es mit 47 Prozent Zustimmung keine Mehrheit für eine Enteignung.

Deutlich größer waren die Abweichungen jedoch hinsichtlich der parteipolitischen Präferenz der Befragten. Spitzenreiter unter den Enteignungs-Befürwortern sind Anhänger der Linken, von denen 84,1 Prozent eine solche Maßnahme befürworten. Dahinter folgen die Anhänger der beiden Koalitionspartner der Linken im Berliner Senat: Die SPD mit 72,7 Prozent sowie die Grünen mit 68,9 Prozent.  

Anhänger von FDP, AfD und CDU sprechen sich hingegen mehrheitlich gegen eine Enteignung von Großvermietern aus. Nur ein gutes Drittel der CDU-Anhänger ist für eine Enteignung (34,1 Prozent), kaum höher ist die Zustimmung bei Anhängern der Liberalen (36,9) sowie der AfD (39,9).

Hintergrund der Umfrage ist die Bürgerinitiative "Deutsche Wohnen & Co enteignen“, die mittels eines Volksbegehrens Immobilienfirmen in der Hauptstadt enteignen will, die mehr als 3.000 Wohnungen besitzen. Der Landesverband der Linken unterstützt das Vorhaben. Auch bei den Sozialdemokraten und den Grünen gebe es viele Sympathisanten, so der Tagesspiegel. An der zwischen dem 21. Dezember 2018 und dem 07. Januar 2019 durchgeführten Umfrage nahmen 2.535 Menschen teil. Die statistische Fehlertoleranz beträgt 3,4 Prozent.

Mehr zum Thema - Warum bremst sie nicht? Lobbyisten und die Mietpreisbremse

 

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