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Fans bei Taylor-Swift-Konzert mit Gesichtsscanner überprüft

Fans bei Taylor-Swift-Konzert mit Gesichtsscanner überprüft
Taylor Swift spielt "I Did Something Bad" bei den American Music Awards of 2018, Los Angeles, 10. September 2018.
Fans der Popsängerin Taylor Swift sind auf einem Konzert unwissentlich einem Gesichtsscan unterzogen worden. Auch wenn die Maßnahme mit Sicherheitsargumenten verteidigt wurde, zeigt es doch, dass die Überwachung im öffentlichen Raum voranschreitet.

Als Swift am 18. Mai im Los Angeles Rose Bowl auftrat, konnten die Fans vor dem Konzert an einem speziellen Kiosk Probenclips sehen.

Was sie nicht wussten war, dass eine Gesichtserkennungskamera innerhalb des Kiosks Fotos machte und die Bilder mit einer Datenbank in Nashville verglich, die Hunderte von bekannten Taylor-Swift-Stalkern enthielt, so ein Bericht im Rolling Stone.

Mike Downing, Chief Security Officer der Oak View Group, einem Beirat für Veranstaltungsorte wie dem Madison Square Garden, sagte gegenüber dem Rolling Stone: "Jeder, der vorbeikam, blieb stehen und starrte hin, und die Software fing an zu arbeiten." Downing war eingeladen worden, um eine Demonstration des Systems als Gast zu erleben.

Obwohl es Bedenken hinsichtlich des Eigentums und der Speicherung der Bilder gibt, sind Konzerte technisch gesehen private Veranstaltungen, und Swift ist nicht verpflichtet, die Ticketinhaber darüber zu informieren, dass sie überwacht werden.

Swift hat eine Reihe von Stalkern. Im September erstritt sie eine einstweilige Verfügung gegen Eric Swarbrick, der sie seit September 2016 mit Briefen belästigte, in denen er ihr mit Vergewaltigung und Mord drohte. Im April wurde der 38-jährige Julius Sandrock vor ihrem Haus in Beverly Hills verhaftet. Er trug eine Maske und hatte ein Messer in seinem Auto und sagte der Polizei, dass er aus Colorado gekommen sei, um die Sängerin zu besuchen.

Dennoch scheint die Einführung von Gesichtsscannern eine Maßnahme zu sein, an die sich Konzertbesucher gewöhnen müssen. Der große US-amerikanische Anbieter Ticketmaster hat in das Startup Blink Identity investiert, das darauf abzielt, Fans effizienter durch die Einstiegspunkte zu führen und Schwarzmarktverkäufe zu bekämpfen. AnyVision, das israelische Unternehmen für künstliche Intelligenz, sagte, es arbeite mit einem Londoner Veranstaltungsort zusammen, um Engpässe an Drehkreuzen zu reduzieren.

Dabei kann eine Gesichtserkennungssoftware auch andere Zwecke erfüllen. Im April nutzte die chinesische Polizei die Technologie, um einen Mann zu verhaften, der an einem Jacky-Cheung-Konzert in Nanchang teilnahm. Der 31-Jährige, der wegen "Wirtschaftsverbrechen" gesucht wurde, befand sich inmitten von 60.000 Konzertbesuchern.

Ein kürzlich erschienener UN-Bericht kritisierte die Verwendung der Gesichtserkennung durch die Polizei in Südwales während einer friedlichen Demonstration als unverhältnismäßig und unnötig. Liberty und Big Brother Watch haben zwei rechtliche Schritte gegen die Polizei in Südwales und London wegen ihres Einsatzes der automatischen Gesichtserkennung unterstützt.

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