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Es ist offiziell: Übermäßige Zeit vorm Bildschirm beeinträchtigt irreversibel das Gehirn von Kindern

Es ist offiziell: Übermäßige Zeit vorm Bildschirm beeinträchtigt irreversibel das Gehirn von Kindern
Die schlimmsten Verdachtsmomente von Eltern über die Auswirkungen von zu viel vor dem Bildschirm verbrachter Zeit auf ihre Kinder wurden teilweise durch die vorläufigen Ergebnisse einer neuen Studie bestätigt. Die Auswirkungen können weitreichender sein, als man vermutete.

Kinder, die mehr als zwei Stunden täglich vor einem Bildschirm verbringen, schneiden bei Sprach- und Denktests schlechter ab, so die ersten Ergebnisse einer Studie des National Institutes of Health (NIH) in den USA. Die ersten Daten aus der Studie sollen zwar erst im nächsten Jahr veröffentlicht werden, doch selbst das vorläufige Ergebnis ist beunruhigend, da der durchschnittliche Teenager bis zu sechs Stunden am Tag mit seinem Handy oder Tablet verbringt.

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Die ehrgeizige 300 Millionen US-Dollar teure Studie zur kognitiven Entwicklung des Jugendgehirns des NIH hat 11.874 Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren aufgenommen, darunter 2.100 Zwillinge oder Drillinge. Sie werden an 21 Forschungsstandorten in den USA bis zu ihrem Erwachsenenalter begleitet.

Nicht alle der vorläufigen Ergebnisse können vollständig verstanden werden, bis die Forscher mehr Daten haben. So wurde beispielsweise bei Kindern, die mehr als sieben Stunden am Tag vor einem Bildschirm verbringen, eine vorzeitige Verdünnung des Kortex im Vergleich zu Gleichaltrigen mit weniger Kontakt zu derartigen technischen Geräten festgestellt. Der Kortex ist die äußerste Schicht des Gehirns, der Ort des sensorischen Inputs und der Funktionen höherer Ordnung, die uns wohl zum Menschen machen. Auf den ersten Blick scheint diese vorzeitige Verdünnung ein weiterer Grund zur Beunruhigung zu sein.

Doch die Forscher warnen, dass man aus diesem Befund keine endgültigen Schlüsse ziehen könne, da eine Korrelation keine Kausalität bedeute. Das heißt, das Dünnerwerden des Kortex könnte durch etwas anderes als eine längere Zeit vor einem Bildschirm verursacht werden.

"Wir wissen nicht, ob es eine schlechte Sache ist", betont Studienleiter Gaya Dowling und erklärt, dass eine solche Verdünnung normalerweise mit einem reiferen Gehirn verbunden ist, als es bei den neun- und zehnjährigen Versuchspersonen der Fall ist. Es bleibt unklar, was das für ein jüngeres Gehirn bedeutet.

Nicht alle Wissenschaftler warteten auf die endgültigen Ergebnisse der Studie, um Richtlinien für Eltern von Kleinkindern zu erlassen. Die American Academy of Pediatrics empfiehlt Eltern, die Nutzung digitaler Medien, mit Ausnahme von Video-Chats, bei Kindern unter 18 bis 24 Monaten ganz zu vermeiden. Dr. Dimitri Christakis, der Hauptautor der Richtlinien, erklärte, dass Babys das, was sie auf einem Bildschirm tun, nicht in die reale Welt übertragen. In der Sendung 60 Minutes erklärte er:

Wenn man einem Kind eine App gibt, in der es mit virtuellen Blöcken spielt und sie stapelt, und ihm dann reale Blöcke gibt, fängt es von vorne an. […] Sie übertragen das Wissen nicht von zwei Dimensionen auf drei. In vielerlei Hinsicht ist die Sorge, die Forscher wie ich haben, dass wir uns inmitten einer natürlichen Art von unkontrolliertem Experiment mit der nächsten Generation von Kindern befinden.

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