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Wegen Angst vor sexuellen Übergriffen: In München soll "Taxi von Frauen für Frauen" entstehen

Wegen Angst vor sexuellen Übergriffen: In München soll "Taxi von Frauen für Frauen" entstehen
Zwei sexuelle Übergriffe auf Frauen – im Taxi sowie im Auto eines privaten Fahrdienstes – erschütterten jüngst München. Daraufhin meldeten sich bei einem Radiosender Frauen und berichteten von Angst, spätnachts in ein Taxi zu steigen. Nun eine Initiative.

Unter dem Motto "Komm ins Team Taxi " startete ein privater Radiosender aus München zusammen mit einer Taxi-Zentrale eine Kampagne, um mehr Fahrerinnen zu rekrutieren. Denn sie wollen künftig in der bayerischen Hauptstadt eine spezielle Service-Nummer einrichten, unter der Kundinnen ganz gezielt ein Taxi bestellen können, das von einer Frau gefahren wird. Die Initiative starteten der Radiosender Gong 96,3 und der Dienstleister Taxi-München eG.

Die potenzielle Kandidatin muss nur mindestens 21 Jahre alt und mindestens 2 Jahre im Besitz eines Führerscheins sein. Von den 6.000 Fahrern, die der Münchner Taxi-Zentrale angehören, sind nur rund fünf Prozent weiblich. Die Kosten der Ausbildung übernimmt der Radiosender.

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Die Aktion wurde ins Leben gerufen, nachdem zahlreiche Frauen in der Sendung "Die Mike Thiel Show" bei Gong 96,3 darüber berichtet hatten, dass sie sich teilweise unsicher fühlen würden, nachts allein mit einem Taxi nach Hause zu fahren. Viele Anruferinnen äußerten den Wunsch nach einem Taxi von Frauen für Frauen. Die Idee griff der Moderator auf und stieß damit auf Interesse. 

99,9 Prozent unserer Fahrer machen einen tollen Job. Wenn Frauen aber unsicher sind, ob sie nachts ein Taxi bestellen sollen, dann müssen wir handeln", sagte Jörg Wohlfahrt vom Vorstand der Taxi München eG laut Gong 96,3.

Zwei Übergriffe Anfang November sorgten bei den Frauen für Unsicherheit 

Der Grund der Anrufe beim Radiosender waren zwei Übergriffe auf Frauen Anfang November in München. So war eine 22-Jährige laut Polizei gegen 4 Uhr morgens in ein zufällig vorbeikommendes Taxi eingestiegen und wurde vom Fahrer sexuell belästigt. Im Laufe der Fahrt soll er die Tür des Fahrzeugs verriegelt haben und die junge Frau mehrmals über der Kleidung an Brust- sowie Intimbereich angefasst haben. Weitere Zudringlichkeiten konnte die 22-Jährige laut Polizei abwehren.

Nur einen Tag nach diesem Vorfall wurde eine Frau im Auto eines Mannes, der sich als Mitarbeiter eines privaten Shuttle-Dienstes ausgab, vergewaltigt. Die 17-Jährige hatte laut Polizei über eine Fahrdienst-App ein Auto bestellt. Kurze Zeit später stoppte neben der wartenden Frau ein dunkler Wagen. Der Fahrer gab an, selbst für das Unternehmen zu fahren, über welches die 17-Jährige zuvor das Fahrzeug bestellt hatte. Er stornierte den Auftrag und übernahm selbst den Transport. Nach kurzer Fahrt soll er laut Polizei das Fahrzeug angehalten und gegen den erklärten Willen der 17-Jährigen sexuelle Handlungen ausgeführt haben. Als die junge Frau in Tränen ausbrach, soll der Fahrer von ihr abgelassen und sie nach Hause gebracht haben.

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