Britisches Ethikgremium gibt grünes Licht für genetisch modifizierte Babys

Britisches Ethikgremium gibt grünes Licht für genetisch modifizierte Babys
Schon 2017 konnten Forscher aus den USA erstmals menschliche Embryonen im Einzellstadium gezielt genetisch verändern und sie anschließend lebensfähig halten. Experten sehen das als einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Designerbaby. (Symbolbild)
Der Nuffield Council on Bioethics, eine britische gemeinnützige Organisation, die sich mit bioethischen Fragen auseinandersetzt, hat erklärt, dass Eingriffe in die menschliche DNS "moralisch zulässig" sein könnten, solange es dem Kindeswohl dient.

Die Untersuchung zu ethischen Fragen, die sich aus der "Genomeditierung als aufkommende biomedizinische Technologie, die vererbte Charakteristika des Menschen beeinflussen könnte", begann bereits im Jahr 2016. Jetzt wurde ein Bericht veröffentlicht, der Empfehlungen an die Politik zur praktischen Anwendung abgibt.

Symbolbild.

Der Bericht fordert zwar weder ein neues Gesetz noch eine Änderung in diesem Sinne, dafür aber eine Debatte zu diesem Thema. Es soll laut Bericht auch zunächst erforscht werden, wie effektiv und sicher ein solches Vorgehen wäre – die Grundrichtung steht aber offenbar fest.

Die Leiterin der Arbeitsgruppe und Juristin Karen Yeung erklärte laut dem Guardian: "Wir sind der Meinung, dass die Genombearbeitung an sich nicht moralisch inakzeptabel ist." Weiter betonte sie: "Es gibt keinen Grund, das von vornherein auszuschließen."

David King von der britischen Wahlkampfgruppe Human Genetics Alert erklärte zu diesem Bericht gegenüber Reuters, die Schlussfolgerungen des Berichts seien ein Zeichen der Billigung von "Designerbabys" und "eine absolute Schande". Zusätzlich forderte er: "Es muss ein internationales Verbot geben, gentechnisch veränderte Babys zu schaffen."

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