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"Frauen zum Eigentum erklären": Bekennender Pädophiler will ins US-Repräsentantenhaus

"Frauen zum Eigentum erklären": Bekennender Pädophiler will ins US-Repräsentantenhaus
Der umstrittene Kandidat Nathan Larson.
Im US-Bundesstaat Virginia strebt der Buchhalter Nathan Larson einen Sitz im Kongress an. Nachdem er 2009 wegen einer Vorstrafe das passive Wahlrecht verloren hatte, wurde durch eine Gesetzesreform die Kandidatur des bekennenden Pädophilen wieder möglich.

Nachdem der heute 37-jährige Buchhalter Nathan Larson aus Charlottesville, Virginia im Jahr 2009 wegen der - ein Jahr zuvor in einem Schreiben an den Geheimdienst zum Ausdruck gebrachten - Drohung, den damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, George W. Bush, zu töten, zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt worden war, schien auch seine politische Karriere vorbei zu sein.

Hatte er es 2008 als Kandidat der Libertarian Party bei den Kongresswahlen im 1. Wahlbezirk von Virginia noch geschafft, 5.265 Wählerstimmen oder 1,46 Prozent auf sich zu vereinen, hatte seine Verurteilung den Verlust des passiven Wahlrechts zur Folge. Im Jahr 2016 hob der damalige demokratische Gouverneur von Virginia, Terry McAuliffe, diese Beschränkung jedoch wieder auf, sodass mehrere tausend Vorbestrafte wieder die Möglichkeit erhielten, für öffentliche Ämter zu kandidieren.

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Nathan Larson machte prompt davon Gebrauch und wollte es im 31. Bezirk für die Wahl zur Delegiertenkammer des Bundesstaates Virginia wissen. Auch hier blieb er als unabhängiger Kandidat mit 1,68 Prozent unter seinen Erwartungen, aber seinen Ehrgeiz fachte das nur weiter an, sodass Larson auch im kommenden November auf dem Stimmzettel für den 10. Kongressbezirk stehen wird mit dem Ziel, diesen künftig im Repräsentantenhaus zu vertreten.

"Benevolente weiße Vorherrschaft"

Im Unterschied zu vorangegangenen Wahlen wird Larson diesmal nicht mit dem Problem zu kämpfen haben, als unbekannter Zählkandidat im Schatten der beiden Großparteien zu stehen. Seit sein nebenberufliches Engagement im Internet und seine Positionen zu kontroversen und emotional besetzten Themen bekannt geworden sind, schauen das gesamte Land und viele darüber hinaus auf den unabhängigen Kongresskandidaten.

Larson bekennt nicht nur, dass er "weiße Vorherrschaft" - wenn auch eine "benevolente" - für ein "System, das funktioniert" hält und der Überzeugung ist, Hitler wäre "etwas Gutes für Deutschland" gewesen. In seinem Wahlmanifest, das neben Forderungen wie jener nach "Selbstmordrechten" auch Rassentheorien und Antizionismus Platz bietet, tritt er zudem offen für die Entkriminalisierung der Pädosexualität ein und für die Legalisierung des Inzests, zumindest im Kontext einer Ehe.

Bis der Domainanbieter Anfang der Woche infolge der Enthüllungen der Huffington Post die Seiten vom Netz nahm, hatte Larson sogar die Seiten suiped.org und incelocalypse.today betrieben, die zu einem Treffpunkt für bekennende Pädophile wurden und auch Personen anzogen, die Gewalt gegen Frauen verherrlichten. Das Medium wendete sich, nachdem es verifiziert hatte, dass die Kampagnenwebseite Larsons ihre IP-Adresse mit den umstrittenen Foren teilte, selbst an den Kandidaten und dieser bekannte sich diesem gegenüber freimütig zu seinen Vorlieben.

Sexuelle Fantasien über eigene dreijährige Tochter

In einem der Foren schrieb Nathan Larson offen über sein Bedürfnis, den Geschlechtsverkehr mit seiner eigenen Tochter auszuüben - die Dreijährige lebt seit dem Selbstmord seiner Ex-Frau bei deren Verwandten. Zudem sinnierte er dort über Wege, der pädosexuellen Gemeinde aus eigener Kraft die Nachkommenschaft zu erhalten:

Warum konzentriert sich nicht jeder Pädo einfach nur darauf, Geld zu erwerben, damit er sich eine Pädo-Frau zulegen kann und dann entweder mit dieser selbst ein paar F***spielzeuge zeugt oder solche adoptiert? Das würde sowohl jenen helfen, für die Inzest eine Option ist, als auch jenen, für die er es nicht ist. Außerdem erlaubt Euch natürlich der Adoptionsprozess, entweder einen Jungen oder ein Mädchen auszuwählen.

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In weiteren Beiträgen in seinen Foren prahlte der mittlerweile wieder bei seiner Mutter lebende Kongresskandidat auch damit, seine Frau verprügelt zu haben. Dies will Larson auch generell legalisieren. So schreibt er:

Wir müssen auf ein System umsteigen, das Frauen zum Eigentum erklärt, erst ihrer Väter und dann ihrer Ehemänner.

"Die Menschen sind aufgeschlossen"

Zudem gilt seine Sorge den "Incels", den "unfreiwillig Alleinstehenden", die gezwungen seien, Steuern zu bezahlen für Schulen, Wohlfahrtseinrichtungen und andere Formen der Unterstützung von Kindern anderer Männer".

Dass seine Statements bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung Ekel, Wut oder Hass auslösen dürften, mindert seine Wahlchancen nicht, meint Larson. Er will auf die Outsider-Karte setzen und sieht sich als Kandidat gegen die Political Correctness:

Viele Menschen sind der Political Correctness überdrüssig und fühlen sich dadurch belästigt. […] Menschen bevorzugen Außenseiter, die nichts zu verlieren haben und die gewillt sind, zu sagen, was viele Leute denken.

Auf die Frage, ob er selbst pädophil sei oder nur über Pädophilie schreibe, erklärt er:

Es ist ein Mix aus beidem. Wenn Menschen über das Ziel hinausschießen, ist immer ein Kern dessen wahr, was sie sagen.

Den Recherchen der HuffPost zufolge habe Larson in seinen Posts nicht explizit erklärt, er habe sexuellen Kontakt zu Minderjährigen gehabt, obwohl er wiederholt ein Verlangen nach solchen Handlungen zum Ausdruck gebracht habe. Larson betont, er habe keine strafbaren Handlungen begangen, es sei jedoch "normal" für Männer, sich von minderjährigen Frauen angezogen zu fühlen.

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Auf die Frage, was wohl seine Mitbürger über seine Texte denken, die von Pädophilie handeln, meint er: "Die Menschen hier sind aufgeschlossen."

Zudem vergleicht er sich bereits mit dem Überraschungssieger der Präsidentenwahlen von 2016, Donald Trump:

Viele Leute, die mit jemandem wie Trump gar nicht übereinstimmen, […] könnten trotzdem für solche Kandidaten stimmen, lediglich weil das Establishment sie nicht mag.

Was Larsons Kalkül durchkreuzen könnte, ist jedoch die Tatsache, dass gerade das Trump-Anhängerumfeld nicht unbedingt davon überzeugt ist, dass pädosexuelle Fantasien und Praktiken innerhalb des Establishments ein Tabu wären:

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