Krankfeiern war gestern: "Kann nicht zur Arbeit, weil ich in die fünfte Dimension muss"

Krankfeiern war gestern: "Kann nicht zur Arbeit, weil ich in die fünfte Dimension muss"
Ein leitender Ingenieur einer indischen Regierungsbehörde ist acht Monate lang nicht zur Arbeit erschienen, weil er seine Aufgaben als Gottheit wahrnahm. Er gab an, die zehnte Reinkarnation von Vishnu zu sein, wie er seinem Arbeitgeber mitteilte.

Einige Büroangestellte sind bereit, sehr kreativ zu werden, um Vorwände zu finden, nicht zur Arbeit zu erscheinen. Doch die Ausrede eines indischen Ingenieurs dürfte alle bisherigen Rekorde an Kreativität in den Schatten stellen.

Symbolbild

Rameshchandra Fefar, ein leitender Ingenieur der Sardar Sarovar Punarvasvat Agency (SSPA) im Bundesstaat Gujarat, hat behauptet, er sei die zehnte Inkarnation von Vishnu, einem der drei Hauptgötter des Hinduismus. Der Endfünfziger sagte, er habe im Namen des indischen Volkes als Gottheit gekämpft und könne keine Zeit für unbedeutende Aufgaben verschwenden:

Ich tue zu Hause Buße, indem ich in die fünfte Dimension eintrete, um das globale Gewissen zu ändern ... Ich kann [das] nicht tun, wenn ich im Büro sitze", schrieb Fefar in einem Brief, den er der Agentur als Antwort auf eine Mahnung schickte.

Der Mann sagte, seine rastlose Arbeit sei nicht ohne Erfolg gewesen. Er reklamierte den "guten Regen" in Indien in letzter Zeit für sich.

Fefar fragte, ob es für die Agentur wichtiger sei, ihn im Büro sitzen und die Zeit verstreichen zu lassen oder konkrete Arbeit zu leisten, um das Land vor der Dürre zu bewahren.

Fefar, einer der hochrangigsten Ingenieure des Bundesstaates, hat in den letzten acht Monaten nur 16 Tage gearbeitet. Während seine Geschichte gerade erst vor kurzem der Öffentlichkeit bekannt wurde, sagte Fefar, dass er seit 2010 eine direkte Verbindung zu Vishnu verspüre. Damals, behauptet er, seien ihre Seelen verschmolzen. Fefar, der verheiratet ist und einen Sohn hat, erzählte seiner Frau im Jahr 2014 von seiner übernatürlichen Erfahrung.

Während weder seine Familie noch seine Bekannten die bizarre Behauptung zu glauben scheinen, sagte Fefar den indischen Medien, dass der Beweis seiner göttlichen Herkunft bald jedem ersichtlich werde.

"Wenn Menschen Informationen erhalten, neigen sie dazu, diese zunächst zu bezweifeln. Aber der Beweis dafür wird in naher Zukunft erbracht werden", zitiert ihn die Economic Times.

Der Ingenieur sagte, er habe gelernt, Signale von Vishnu zu erkennen. Zum Beispiel bedeutet ein Zucken im rechten Auge, dass der Gott mit ihm reden will. Die Aufträge, die ihm häufig erteilt werden, machen wenig bis gar keinen Sinn, z.B. mit dem Zug ohne Fahrkarte zu reisen oder billige elektronische Geräte zu kaufen, aber Fefar scheint sie nicht zu hinterfragen.

Fefar wurde im September 2017 beauftragt, den Entschädigungsprozess zu beaufsichtigen, und ist seitdem "höchst unberechenbar geblieben", schrieb die Agentur diesen Monat in einem formellen Disziplinarvermerk und bezeichnete sein Verhalten als unvereinbar mit dem eines Regierungsangestellten.

Die Agentur erklärte, dass sie den Bericht bearbeite, der sich inzwischen virulent verbreitet hat. Nach Abschluss der Prüfung werde sie ihn der Regierung von Gujarat übergeben.

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