RT schreibt Wettbewerb für beste Berichte aus Konfliktzonen zu Ehren von Khaled al-Khatib aus

RT schreibt Wettbewerb für beste Berichte aus Konfliktzonen zu Ehren von Khaled al-Khatib aus
RT schreibt Wettbewerb für beste Berichte aus Konfliktzonen zu Ehren von Khaled al-Khatib aus
Der Fernsehsender RT nimmt seit Mittwoch Bewerbungen um einen internationalen Preis an, der zu Ehren von Khaled al-Khatib gestiftet worden ist. Die Khaled Alkhateb Memorial Awards sollen die besten Beiträge in Konfliktgebieten tätiger Reporter auszeichnen.

Khaled al-Khatib starb im Jahr 2017 bei einem Raketenangriff der Terrormiliz "Islamischer Staat" im syrischen Gouvernement Homs. In seinen Reportagen berichtete er von Gefechten zwischen Syriens Regierungstruppen und Terroristen. Im April 2018 unterzeichnete Russlands Präsident Wladimir Putin einen Erlass, in dem er Khaled al-Khatib posthum mit der Tapferkeitsmedaille auszeichnete.

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Unser Kollege Khaled ist ein Held. Er ist um der Wahrheit willen gestorben. Wir werden die Auszeichnung jenen mutigen Kriegsberichterstattern verleihen, deren Leistung dazu beigetragen hat, die Gräuel des Krieges ans Licht zu bringen", teilte die RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan mit.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, dankte RT bereits im Vorfeld für die anstehende Durchführung des Wettbewerbs:

Es ist eine wunderbare Idee von RT, einen internationalen Wettbewerb für Journalisten zu stiften, die ihr Leben riskieren, um der internationalen Gemeinschaft weltweit die Wahrheit über Geschehnisse in Kriegsgebieten mitzuteilen. Leider wird die Welt nicht stabiler. Im Gegenteil: Es entstehen neue Konfliktsituationen, die oft in bewaffnete Konfrontationen münden. In diesem Fall wird die Leistung von Korrespondenten, Fotoreportern und Kameraleuten zur Gewähr für objektive Informationen. Man hört oft von einer Krise des Journalismus. Aber die edle Arbeit von Medienschaffenden in Kriegsgebieten zerstört lügenhafte Propaganda-Floskeln und politische Mythen, darunter auch solche über die Situation in Syrien und in der Ukraine. Leider muss man für die Wahrheit einen enormen Preis zahlen: Das ist der tragische vorzeitige Abschied von unseren Journalistenkollegen, die militärischen Konflikten zum Opfer fallen. Das grämt uns alle", erklärte Russlands Außenamtssprecherin Marija Sacharowa.

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Die Verleihung der RT-Auszeichnungen wird am 30. Juli stattfinden - dem ersten Todestag des 25-jährigen freien Journalisten Khaled al-Khatib, der für den Sender RT Arabic gearbeitet hat.

Ich habe mit der Familie und unmittelbar mit der Mutter des in Syrien getöteten RT-Korrespondenten gesprochen. Sie sprach von dem tragischen Verlust ihres Sohnes. Sie erzählte darüber, dass sich ihr Leben mit seinem Dahinscheiden für immer verändert hat. Sie zweifelte aber keinen Augenblick daran, dass ihr Sohn einen richtigen Lebensweg gewählt hatte. Das rührte mich zutiefst. Das war eine beeindruckende Geschichte. Ich wünsche allen Nominierten und Teilnehmern viel Erfolg in ihrem Beruf. Ich finde nicht, dass die Auszeichnung zum Anlass für einen Konkurrenzkampf werden soll. Sie soll als Anerkennung für Mut und Tapferkeit, Offenheit und Selbstlosigkeit von Journalisten fungieren", fügte Maria Sacharowa hinzu.

Die Khaled Alkhateb Memorial Awards sind ein internationaler Gedenkwettbewerb zu Ehren von Khaled al-Khatib. Die Auszeichnung wird für die besten Berichte aus Kriegsgebieten in drei Kategorien verliehen: "Langvideo", "Kurzvideo" und "Text". Zum Wettbewerb sind Beiträge zugelassen, die in der Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 1. Mai 2018 in Medien erschienen sind.

Alle Teilnahmebedingungen sind auf der Webseite des Wettbewerbs unter https://award.rt.com zu finden.

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