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Urlaub als Horrortrip: Airbnb-Gäste beschweren sich über versteckte Kameras

Urlaub als Horrortrip: Airbnb-Gäste beschweren sich über versteckte Kameras
Die 22-jährige US-Amerikanerin Megan Hilden nahm dieses Bild in der Schweiz auf.
Wird der innovative Dienst für Unterkünfte zu Voyeurbnb? Offenbar nehmen einige Vertragspartner des Unternehmens Airbnb ihre Gäste per Kamera auf. Unter anderem auch im Badezimmer. Experten empfehlen, die Mietobjekte bei der Anreise gründlich zu durchsuchen.

Airbnb äußerte sich gegenüber dem US-amerikanischen Sender CBS Newszu den Vorfällen und erklärte, dass man "die Privatsphäre sehr ernst nimmt und es in der Airbnb-Gemeinde absolut keinen Platz für diese Art von Verhalten gibt". Zuvor hatten mehrere Kunden des Unternehmens versteckte Kameras in ihren Mietobjekten gefunden.

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Airbnb verlangt von seinen Vertragspartnern, gegenüber ihren Gästen vor deren Aufenthalt offenzulegen, ob sie Kameras auf ihrem Grundstück montiert haben. Die Firma sagt zudem explizit, dass Kameras "nicht in Badezimmern oder Schlafzimmern erlaubt sind", aber das hält einige Gastgeber offenbar nicht immer davon ab, trotzdem welche dort zu verstecken. Die 22-jährige Meghan Hilden aus dem US-Bundestaat Washington gehört zu den Betroffenen. Gegenüber dem Sender CBS sagte sie: 

Es war so, als ob das der Tag sein könnte, an dem ich getötet werde, oder schlimmer, ich weiß es nicht.

Kameras in Rauchdetektoren und Bewegungsmeldern

Sie reiste 2016 in die Schweiz. Ein Freund entdeckte ein Handy unter der Spüle im Badezimmer ihrer Airbnb-Unterkunft.

Wir sahen, dass das Telefon filmte und flüsterten und versuchten, sehr leise zu sein. Wir waren uns nicht sicher, ob es live gestreamt wird.

Kurz darauf fand Hilden auch ein iPad, das ebenfalls Aufnahmen machte. Die beiden verließen die Unterkunft und meldeten den Vorfall der Firma. Es gab auch andere ähnliche Vorfälle. Ende November tweetete der Aktivist und Filmemacher Jason Scott, dass sein Kollege eine Kamera gefunden habe, die im Bewegungsmelder eines Airbnb-Zimmers versteckt war. Airbnb bezeichnete Entdeckungen dieser Art als "unglaublich selten" und schmiss den Anbieter aus seinem Programm.

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Im Oktober sagte ein Paar aus dem US-Bundesstaat Indiana, man habe eine Kamera in einem Rauchmelder im Schlafzimmer der angemieteten Unterkunft gefunden. Diese befand sich in Florida. Der Hausbesitzer wurde wegen "Video-Voyeurismus" verhaftet.

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Airbnb gelobt Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden

Im Juni einigte sich ein deutscher Tourist mit Airbnb auf einen nicht öffentlich gemachten Betrag, nachdem dieser eine versteckte "ferngesteuerte Kamera" auf einem Grundstück in Kalifornien gefunden haben wollte. Hilden sagte, dass Airbnb sie für den Aufenthalt in der Schweiz entschädigte und ihr auch andere Reisekosten erstattete. Doch das genüge ihr nicht, denn:  

Ich denke, das war wahrscheinlich das absolute Minimum dessen, was sie hätten tun können, um uns zu helfen. Nach allem, was wir wissen, hat der Gastgeber immer noch die Videos, die auf dem iPad waren.

Das Unternehmen sagte gegenüber CBS News, dass weltweit Nacht für Nacht über zwei Millionen Menschen Airbnb nutzen, und das Unternehmen immer bereit sei, um mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeite, wenn Beschwerden bekannt werden. Einige Experten empfehlen Kunden allerdings, nichts dem Zufall zu überlassen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Man solle in einen Detektor für digitale Geräte investieren, die Räume durchsuchen und ein Blitzlicht verwenden, um verdächtige Objektive zu erkennen. Na dann: Schönen Urlaub!

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