„Perfide Kampagne“: Foodwatch fordert Ende der „Weihnachtstruck-Tour“ von Coca-Cola

„Perfide Kampagne“: Foodwatch fordert Ende der „Weihnachtstruck-Tour“ von Coca-Cola
Eine Aktion für die ganze Familie: Die Weihnachtstrucks von Coca-Cola besuchten am 6. Dezember 2017 auch die polnische Stadt Gdansk.
Rote Coca-Cola-Lkws mit dem Weihnachtsmann sind wieder in Deutschland unterwegs. Vor allem bei den ganz Kleinen sorgen sie für Begeisterung. Foodwatch fordert ein Ende der "Weihnachtstruck-Tour“. Stark zuckerhaltige Getränke förderten nachweislich Übergewicht und Diabetes.

Leuchtende Augen und strahlende Gesichter: Wenn die roten Coca-Cola-Riesen mit Lichterketten beschmückt und einem Weihnachtsmann an Bord in die ausgewählten Städte kommen, verzaubern sie vor allem die ganz Kleinen. Nun hat die Verbraucherorganisation Foodwatch den US-amerikanischen Getränkehersteller aufgefordert, die „Weihnachtstruck-Tour“ zu beenden.

Coca-Cola-Truck-Tour trifft auf Widerstand in Großbritannien (Archivbild: Leipzig, Dezember 2016)

Mit der vorweihnachtlichen Lkw-Kampagne spreche Coca-Cola gezielt Kinder an, obwohl stark zuckerhaltige Getränke nachweislich Übergewicht und Diabetes förderten, kritisierte Foodwatch. Offiziell habe sich Coca-Cola zu "verantwortungsvollem Marketing" verpflichtet, komme dieser Verantwortung jedoch nicht nach.

Mitverantwortlich für den Anstieg von Übergewicht und Fettleibigkeit   

"Was wie eine nette Aktion für die ganze Familie daherkommt, ist in Wahrheit eine perfide Marketingkampagne des Weltkonzerns", erklärte Oliver Huizinga von der Verbraucherorganisation. Mit der gezielten Werbung für sein ungesundes Produkt sei Coca-Cola "mitverantwortlich für den Anstieg von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen", fügte Huizinga hinzu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie der Deutsche Kinderärzte-Verband seien sich einig, dass es keine Kinderwerbung für Zuckergetränke geben dürfe.

Seit mehr als 20 Jahren steuern beleuchtete Lkws mit Coca-Cola-Logos ausgewählte Städte in Deutschland an und sorgen laut dem Getränkeproduzenten für das ganz besondere Weihnachtsgefühl. In diesem Jahr sollen unter anderem Schwabach, Kassel und Magdeburg als Zwischenstopps auf der Liste stehen.

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