Wissenschaftlern gelingt Erschaffung hybrider Lebensformen

Wissenschaftlern gelingt Erschaffung hybrider Lebensformen
DNA-Illustration, 15. Mai 2012.
Amerikanische Forscher haben einen lebenden Organismus erschaffen, der sowohl natürliche als auch künstliche DNA beinhaltet. Dieser ist in der Lage neue, synthetische Proteine herzustellen und könnte die Medizin revolutionieren.

Arbeiten des Wissenschaftlers Floyd Romesberg, Biochemiker des Forschungsinstituts Scripps in La Jolla, Kalifornien, hatten bewiesen, dass man die DNA über die vier Buchstaben hinaus erweitern kann: A (Adenin), T (Thymin), G (Guanin), C (Cytosin). Schon 2014 gelang es dem Team um den Wissenschaftler Romesberg einen Strang von Kolibakterien zu erschaffen, die zwei unnätürliche Buchstaben X und Y beinhalteten. Nun ist es ihnen gelungen, zu beweisen, dass die synthetische Form in der Lage ist, Anweisungen des hybriden genetischen Alphabets zu übernehmen, um neue Proteine herzustellen. 

Schon die Vorgängerversion von Alpha Go Zero, Alpha Go, brachte Meisterspieler zur Verzweiflung. So wie hier den Chinesen Ke Jie.

Romesberg

Dies ist das erste Mal, dass eine Zelle ein Protein übernahm, welches nicht G, C, A, oder T ist. Die erste Änderung des Lebens, die je vorgenommen wurde. 

Die Errungenschaft der Wissenschaft erweitert die Möglichkeiten für die Medizin:

Viele Proteine, die man als Medikamente verwenden will, werden in den Nieren schnell beseitigt.

Durch die genetischen Veränderungen könnten Wissenschafter den Proteinen Fettzellen anhängen, die die Medizin länger im Körper hält. Ein Missbrauch der genetischen Veränderungen und der Schaffung von hybriden Lebensformen ist nicht auszuschließen. Aber Romesberg sieht den Fortschritt in der Genforschung hinreichend geschützt. Ein Szenario wie in dem Hollywood-Film "Jurrasic Park" sei auszuschließen, denn die semi-synthetischen Organismen könnten nicht außerhalb des Labors überleben. Es bedarf spezieller, chemischer Zustände und Vorgänge, um das genetisch veränderte Leben zu kreieren.