Messi weint Blut – IS droht mit Anschlägen während der Fußball-WM 2018 in Russland

Messi weint Blut – IS droht mit Anschlägen während der Fußball-WM 2018 in Russland
Um seine Hassbotschaft loszuwerden, bedient sich der IS des zurzeit populärsten Fußballers der Welt: Lionel Messi.
Nächstes Jahr findet in Russland die Fußball-WM-Endrunde statt. An dem Turnier werden 32 Nationen mit ihren Mannschaften teilnehmen. Doch offenbar bereiten sich nicht nur die Mannschaften auf das Turnier vor: Der IS droht auf bizarren Plakaten mit Anschlägen.

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) sorgt mit einer Drohung im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland für Aufsehen. Auf einem im Internet veröffentlichten Meme sieht man den fünffachen Weltfußballer des Jahres, Lionel Messi, blutige Tränen vergießen. Messi steht auf dem Bild hinter Gittern und trägt eine Art Sträflingsanzug mit einer Nummer. Auf dem Bild steht der martialische Text:

Du kämpft gegen einen Staat, der das Wort Versagen nicht in seinem Wörterbuch führt.

Doch es ist nicht das einzige Bild, das die IS-Anhänger gepostet haben. Eine weitere Fotomontage zeigt einen bewaffneten Terroristen vor einem Fußballstadion in Russland. Neben ihm liegt auf dem Boden eine Bombe. Auch dieses Motiv ist mit einem Text versehen:

Ich schwöre, dass das Feuer der Mudschaheddin dich verbrennen wird. Warte nur.

Schon in der vergangenen Woche hatte die Terrorgruppe das Bild eines IS-Kämpfers vor einem Fußballstadion mit einem Gewehr und einer Bombe veröffentlicht. Laut SITE, einer Webseite, die sich terroristischer Aktivitäten widmet, hat die Wafa Medienstiftung, die dem IS nahestehen soll, die Bilder veröffentlicht. In die Memes hatten die Terrorunterstützer auch das offizielle Logo der Weltmeisterschaft 2018 eingefügt.

Kerzen und Beileidsbekundungen vor der Russischen Botschaft in Berlin im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von St. Petersburg im April 2017.

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 wird in elf Städten Russlands vom 14. Juni bis 15. Juli ausgetragen. Das Finale soll im Luschniki-Stadion in Moskau stattfinden. In St. Petersburg kam es am 3. April zu einem Anschlag des IS. Eine Kofferbombe detonierte in einer Metro-Station und tötete 14 Menschen. Die Explosion war eine Vergeltungsmaßnahme gegen die russischen Luftangriffe in Syrien, die mit dazu beigetragen haben, das Terror-Regime in die Knie zu zwingen.

Anfang dieses Monats veröffentlichte der IS weitere Propagandabilder mit kugeldurchsiebten Fotos von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Zudem forderte die Terrororganisation ihre Anhänger dazu auf, weitere Angriffe durchzuführen. Tausende Russen, vor allem aus Zentralasien, sind in den Nahen Osten gereist, um für den IS zu kämpfen.