Tesla-Gründer Elon Musk und 116 Experten fordern Verbot von Killer-Robotern

Tesla-Gründer Elon Musk und 116 Experten fordern Verbot von Killer-Robotern
Elon Musk ist ein Unternehmer und Investor. Er hat sowohl die Staatsangehörigkeit seines Geburtslandes Südafrika als auch die von Kanada und den USA. Er ist bekannt durch seine Teilhabe an der Gründung von PayPal sowie dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und dem Elektroautohersteller Tesla.
Noch steuern Menschen die Drohnen. Doch künstliche Intelligenz und Automatisierung wecken auch beim Militär immer größeres Interesse. In einem offenen Brief fordern Elon Musk und mehr als 100 weitere Experten nun ein Verbot von so genannten Killer-Robotern.

Noch werden Kampfdrohnen und Schusswaffen von Menschenhand gesteuert, doch das kann sich bald ändern. Die technologischen Fortschritte rund um künstliche Intelligenz wecken auch in der Militärforschung immer größere Begehrlichkeiten, unter anderem auch mit Blick auf automatisierte Tötungsmaschinen.

Dazu dürfe es jedoch keinesfalls kommen – das fordern zumindest Tesla-Chef Elon Musk und 116 weitere Unternehmer aus der Technologiebranche in einem offenen Brief. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Google-Manager Mustafa Suleyman, der wie Musk in der Robotertechnik tätig ist.

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In dem auf der Website des Instituts Future of Life veröffentlichten Schreiben fordern die Firmenchefs unter anderem ein Verbot von autonomen Waffen. Nach Schwarzpulver und der Atombombe drohe nicht weniger als die dritte Revolution der Kriegsführung. In den Augen der Unternehmer könnte es zu Kriegen kommen, die um ein Vielfaches schneller und größer seien als Menschen es begriffen.

Wenn diese Büchse der Pandora einmal geöffnet ist, wird es schwierig, sie wieder zu schließen",

heißt es in dem Schreiben. Terroristen und Despoten könnten die autonomen Waffen beispielsweise gegen Unschuldige einsetzen oder sogar hacken. Zuvor hatte der Guardian ausführlich berichtet.

KI-Waffen sollen auf Liste von UN geächteter Kampfmittel

Grund für den Vorstoß ist auch die jüngste Bereitschaft der Vereinten Nationen (UN), über den Umgang mit autonomem Waffensystemen zu diskutieren. Die Unternehmer fordern deshalb, dass autonome Waffen auf die seit 1983 bestehende CCW-Liste gesetzt werden. Die dort verzeichneten Certain Conventional Weapons sind von der UN verboten und schließen unter anderem Chemiewaffen ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass Elon Musk vor den Gefahren künstlicher Intelligenzen warnt. Erst im Juli hatte der milliardenschwere Unternehmer bei einem Treffen mit US-Gouverneuren erklärt, künstliche Intelligenz sei die größte Gefahr, der wir als Gesellschaft gegenüberstehen. Eine frühzeitige Regulierung durch die Politik gehört deshalb zu den zentralen Forderungen von Musk. Er selbst hat vor einigen Monaten auch eine Initiative gegründet, die sich mit dem Stopp allzu mächtiger Computer beschäftigen soll.

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