Je mehr Körbchengröße, desto mehr Rabatt: Chinesisches Lokal wirbt mit umstrittener Kampagne

Je mehr Körbchengröße, desto mehr Rabatt: Chinesisches Lokal wirbt mit umstrittener Kampagne
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Je größer der Busen, desto mehr Preisnachlass – mit dieser zweifelhaften Kampagne warb das chinesische Restaurant Trendy Shrimp in Hangzhou für eine Rabattaktion. Trotz Beschwerden will der Restaurant-Betreiber an seinem Konzept festhalten.

Nachdem RT Deutsch gestern von einem Café in Melbourne, Australien, berichtet hatte, in dem Männer 18 Prozent Zuschlag zahlen, folgt heute eine weitere kuriose Geschichte aus China. Der Slogan zu der Kampagne des chinesischen Restaurants lautet: "Die ganze Stadt ist auf der Suche nach Brüsten.“ Ein Plakat im Restaurant zeigte nackte und halbnackte Zeichentrick-Figuren als „Richtgröße.“ Demnach brachte Körbchengröße A fünf Prozent Rabatt, Größe G ganze 65 Prozent. Das berichtet unter anderem die BBC unter Berufung auf einen Artikel der Qianjiang Evening Post.

Lan Shenggang, Geschäftsführer des Seafood-Restaurants, war sich offenbar im Klaren, dass er mit der Kampagne anecken würde. Allerdings meint der Gastronom, dass seine Zielgruppe hauptsächlich junge Leute sein – und die seien heutzutage „sehr tolerant.“ Zudem sei er davon überzeugt gewesen, dass die Aktion seine Marke stärken würde.

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Das Plakat wurde jedoch mittlerweile wieder entfernt. Kurz nachdem das Plakat angebracht wurde, soll es bereits erste Beschwerden gehagelt haben. Es sei vulgär, Frauen mit größerem Busen mehr Rabatt zu geben und abgesehen davon, sei es gegen alle Frauen diskriminierend, so die kritischen Stimmen.

Das Poster wurde bereits abgehängt, unsere Rabattaktivitäten werden aber weitergehen,

so Shenggang, der nach wie vor von seiner Verkaufsstrategie überzeugt ist. Ihm zufolge sei der Umsatz im Zuge der Werbe-Aktion um 20 Prozent gestiegen. Viele Kundinnen seien außerdem "sehr stolz" auf ihren Körper und den Rabatt, den sie dafür bekommen hätten. Shenggang betonte auch, dass weibliche Kundinnen den Preisnachlass nicht mit männlichen Angestellten aushandeln müssten, um "Verlegenheit zu vermeiden".

Es ist nicht das erste Mal, dass ein chinesisches Restaurant Rabatte nach Äußerlichkeiten verteilt. So belohnte im Januar 2015 ein Lokal in Henan „gutaussehende Kunden“ mit einem Preisnachlass. Und ein Restaurant in Chongqing hatte zuvor preisreduziertes Essen an Übergewichtige ausgegeben. Man darf gespannt sein, womit die nächste Rabattschlacht in China eingeläutet wird.

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