RT stiftet Prämie zu Ehren von Khaled al-Khatib

RT stiftet Prämie zu Ehren von Khaled al-Khatib
RT stiftet Prämie zu Ehren von Khaled al-Khatib
RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan hat beschlossen, eine internationale Prämie zu Ehren des in Syrien getöteten Freelancers Khaled al-Khatib zu stiften. Sie soll jährlich am 30. Juli, dem Todestag des RT-Mitarbeiters, verliehen werden.

Der 25 Jahre alte Khaled al-Khatib war seit April 2017 als freier Korrespondent der arabischsprachigen RT-Redaktion in Syrien tätig. Am Sonntag griff die Terrormiliz "Islamischer Staat" im syrischen Gouvernement Homs einen Konvoi an, dem auch Khaled al-Khatibs Drehteam angehörte. Infolge der Mörserattacke starben der Freelancer und ein syrischer Soldat. Der Kameramann Muutaz Yaqoub kam mit Verletzungen davon.

Bei der Trauerzeremonie für den getöteten Kollegen sagte die Chefredakteurin des russischen Fernsehsenders RT, Margarita Simonjan, dass Khaled al-Khatib zum Kriegsberichterstatter geworden sei, weil er sein Vaterland und die Wahrheit geliebt habe.

Die Liebe zum Vaterland und die Liebe zur Wahrheit ist das, was Tausende von jungen und jüngeren Männern und Frauen bewegt, ihre Familie vorübergehend zu verlassen, nach Kamera, Mikrophon und – im Glücksfall auch – Schutzweste zu greifen, um in eine weitere Kriegszone zu reisen und der ganzen Welt zu erzählen, wie grausam und fürchterlich der Krieg ist. Solche Leute rufen bei mir nur Stolz und Begeisterung hervor", sagte die Journalistin.

Syriens Botschafter in Russland, Riyad Haddad, nannte den im syrischen Homs getöteten Journalisten einen Helden und zeigte sich sicher, dass die Terroristen ihr Ziel niemals erreichen werden. Khaled al-Khatib habe sein Leben für die Gerechtigkeit aufgeopfert. Wer Sanktionen gegen RT und Sputnik zu verhängen versuche, gehöre zu den Sponsoren des "Islamischen Staates" und anderer extremistischer Gruppierungen.

In Bezug auf die neue Prämie sagte die RT-Chefredakteurin Folgendes:

Wir werden diese Prämie jenen mutigen und tapferen Berichterstatterinnen und Berichterstattern verleihen, deren Beruf mit Lebensrisiko und Selbstlosigkeit zu tun hat und deren Leistung geholfen hat, jene Schrecken ans Licht zu holen, die der Krieg ins Haus und ins Land bringt. Die Verleihung wird jährlich jeweils an diesem traurigen Datum stattfinden. Leider wird das Khaled nicht mehr retten können, aber ich habe das Gefühl, dass er das trotzdem sehen, wahrnehmen und wissen kann", sagte Margarita Simonjan.

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