Umfrage: Anzahl der Atheisten in Russland halbiert sich innerhalb von drei Jahren

Umfrage: Anzahl der Atheisten in Russland halbiert sich innerhalb von drei Jahren
Die Zahl der Russen, die sich für Atheisten bezeichnen, ist in nur drei Jahren von 26 auf 13 Prozent zurückgegangen. Das zeigen die jüngsten Untersuchungen. Der Anteil derjenigen, die eine Beteiligung der Kirche an der Staatspolitik befürworten, hat sich leicht erhöht.

Eine Umfrage, die vom unabhängigen russischen Forschungsinstitut Lewada-Zentrum Ende Juni durchgeführt wurde, zeigt, dass die Mehrheit der Russen (62 Prozent) ihre Haltung gegenüber Atheisten als "gut und respektvoll" einstuft. Nur 8 Prozent der Befragten gaben an, negative Gefühle gegenüber dieser Gesellschaftsgruppe zu empfinden. Diese Zahlen bleiben seit dem Jahr 2014 nahezu unverändert.

Gleichzeitig aber fiel der Anteil derjenigen, die sich selbst als Atheisten bezeichnen. Seit 2014 ging ihr Anteil von 26 auf 13 Prozent zurück. Neun Prozent der Umfrageteilnehmer sagten, dass sie sich für "sehr religiös" halten. Als "teilweise religiös" bezeichneten sich 44 Prozent.

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In der gleichen Umfrage waren 28 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass die Kirche den Entscheidungsprozess in den oberen Ebenen der Staatsmacht beeinflussen müsse. Vor drei Jahren waren es 26 Prozent.

Der Anteil derjenigen, die sich gegen diese Handlungen aussprechen, bleibt unverändert bei 36 Prozent. Außerdem sind 39 Prozent der Meinung, dass der Einfluss der Kirche auf die Staatspolitik sich "auf dem nötigen Niveau" befinde.