Spaß beiseite: South Park will sich über Donald Trump nicht mehr lustig machen

Spaß beiseite: South Park will sich über Donald Trump nicht mehr lustig machen
Spaß beiseite: South Park will sich über Donald Trump nicht mehr lustig machen
Die Zeichentrickserie South Park will sich nicht mehr über Donald Trump lustig machen. Sonst drohe die TV-Satire in die Falle zu geraten, in die bereits CNN getapst sei, glauben die Macher. Der Nachrichtensender widmet seine Sendezeit fast komplett den Angriffen gegen den Präsidenten.

Die Schöpfer der kompromisslosen Animationsserie, Trey Parker und Matt Stone, haben der Zuschauerschaft angekündigt, auf Witze und Häme über Donald Trump verzichten zu wollen. In South Park soll es demnächst auch keine Kritik an dem US-Präsidenten mehr geben.

Die Produzenten begründen ihre Entscheidung damit, dass ihr Werk, das übrigens seit über 20 Jahren in den Vereinigten Staaten auf Sendung geht, in einer kreativen Sackgasse angekommen ist.

Wir sind in dieselbe Falle geraten wie auch die Sendung Saturday Night Live. Das war wie: ‚Mann, wir verwandeln uns nun in CNNʻ. Wir sind bei ‚Schalt ein, um zu sehen, was wir gleich über Trump sagen werdenʻ angelangt. Matt und ich haben das gehasst. Aber wir sind im Thema irgendwie festgefahren", erklärte Trey Parker gegenüber der Zeitschrift Hollywood Reporter.

Mit der kreativen "Falle" meinte der South-Park-Mitschöpfer offenbar die Sketch-Folge über den 45. US-Präsidenten, die den Sendungen von Saturday Nigth Live von 2016 bis 2017 regelmäßig vorausgegangen waren. Dort hatte der berühmte Hollywood-Schauspieler Alec Baldwin den Republikaner parodiert und dafür sogar die Auszeichnung Critics' Choice erhalten. Als Präsidententochter Ivanka Trump hatte in den Sketchen Scarlett Johansson brilliert.

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Neben CNN machen sich auch andere führende US-Medien gerne über Donald Trump lustig. Der Politiker selbst lässt keine Häme über sich ergehen. In seinen Tweets kritisiert der Republikaner leidenschaftlich die Zeitungen New York Times und Washington Post. Einige Experten bezeichnen die Hysterie rund um den US-Präsidenten als "Trump Derangement Syndrome" (auf Deutsch so gut wie "Trump-Geistesstörungssyndrom") und finden, dass das Land heute in einer toxischen Hassatmosphäre lebt.

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