Guten Morgen, guten Appetit: Mitarbeiter eines Wildparks erwacht im Maul eines Schwarzbären

Guten Morgen, guten Appetit: Mitarbeiter eines Wildparks erwacht im Maul eines Schwarzbären
Ein amerikanischer Schwarzbär im Bundesstaat Louisiana im März 2016.
Ein 19-jähriger Parkmitarbeiter im US-Bundesstaat Colorado erlebte bei einem nächtlichen Ausflug mit Kindern eine böse Überraschung. Für die beteiligten Menschen endete der Zwischenfall glimpflich. Der Schwarzbär hat nun ein ernsteres Problem.

Am vergangenen Sonntag um 4 Uhr morgens Ortszeit geschah ein für den 19-jährigen Dylan unvorhersehbares Ereignis. Er wachte plötzlich in dem Maul eines Schwarzbären auf. Er wurde zwar nicht ernsthaft verletzt, wie das US-Onlineportal Denver-7-Channel berichtet. Mit einigen Kratzern und einem Schock kam aber dennoch für kurze Zeit ins Krankenhaus.

Er übernachtete an diesem Abend zusammen mit mehreren Kindern in einem Camp des US-Wildparks Glacier View Ranch. Glücklicherweise überstanden die Kinder den Vorfall unverletzt. Bisher ist allerdings unklar, was den Bären in das Lager lockte.

Ein unangenehmes Geräusch weckte den 19-Jährigen.

„Ich nehme an, das knirschende Geräusch kam von den Zähnen, als sie in meinen Schädel schlugen“, beschreibt der Parkmitarbeiter in einem Interview mit dem TV-Sender KMGH-TV.

Der Bär schleppte ihn etwa zehn bis zwölf Meter weit, bevor er sich endlich befreien konnte. Die Tiere, die sich im Nordwesten des Bundesstaates aufhalten, gelten eigentlich nicht als aggressiv. Deshalb kam dieser Vorfall für seine Mitarbeiter und Kollegen des US-Wildparks „Glacier View Ranch“ unerwartet.

Der Direktor des Wildparks teilte dem Denver-7-Channel mit, dass der Bär aus einem Gehege ausgebrochen sei, während die Mitarbeiter und die Kinder in der Nähe schliefen. Dann griff der Bär ohne erkennbaren Grund den schlafenden Dylan an.

Eigentlich habe der 19-jährige keine Angst vor Bären oder davor, im Freien zu schlafen. Aber durch diesen Vorfall habe er gelernt, sich vorsichtiger zu verhalten. Eigentlich sei er davon ausgegangen, dass man sich nur mit den Tieren auskennen und sie respektieren müsse.

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Für den Schwarzbären hatte der Zwischenfall vermutlich tödliche Konsequenzen. Seit dem Zwischenfall suchten Mitarbeiter des Wildparks das Tier, um es einzuschläfern, berichten die US-Nachrichten. Die Wildparkmitarbeiter erschossen noch am Sonntag einen Schwarzbären.

Die Beamten sagten am Montag außerdem, dass sie einen 140-Kilo schweren männlichen Bären gefangen haben. Sie gehen davon aus, dass es sich um das Tier handelt, dass den Jungen am Sonntag angegriffen hat. Der Bär wurde sofort eingeschläfert. Es ist bereits das fünfte Tier, das in den vergangenen Wochen getötet wurde. Alleine im vergangenen August wurden vier Bären im Durango-Nationalpark getötet.