Großbritannien: Fäkal-Bakterien in Eisgetränken bei Starbucks, Costa Coffee und Caffè Nero

Großbritannien: Fäkal-Bakterien in Eisgetränken bei Starbucks, Costa Coffee und Caffè Nero
(Symbolbild)
Ein Bericht des britischen Senders BBC hat bedenkliche Zustände in Sachen Hygiene bei den Filialen der Kaffeehäuser Starbucks, Costa Coffee und Caffè Nero in Großbritannien aufgedeckt. Die auf Kaffee spezialisierten Verkäufer bieten unter anderem auch eisgekühlte Getränke an.

In dem hierzu verwendeten Eis fand die BBC Spuren von Bakterien, die eigentlich in menschlichen Fäkalien vorkommen. Tony Lewis von der Gesundheitsorganisation Chartered Institute of Environmental Health sagte, die Menge der gefundenen Bakterien im Bericht der BBC Sendung Watchdog sei “äußerst bedenklich.”

Neben den Getränken wurde auch die Sauberkeit der Becher, Tische und Stühle in 30 Filialen überprüft. Bei Costa Coffee waren sieben von zehn Proben kontaminiert. Bei Starbucks und Caffè Nero wurden jeweils drei von zehn Proben beanstandet. Laut Bericht haben alle drei Ketten schon reagiert und umfassende Untersuchungen angekündet. Costa Coffe sagte gegenüber der BBC, dass es seine Richtlinien für die Behandlung von Eis aktualisiert habe, und dass neue Geräte für die Lagerung von Eis eingeführt werden.

Starbucks erklärte, nun eine eigene Untersuchung durchführen zu wollen. Ein Sprecher der Kette sagte, dass man Hygiene "extrem ernst" nehme. Auch ein Sprecher von Caffè Nero kündigte an, "eine gründliche Untersuchung" durchzuführen und "angemessene Maßnahmen" zu ergreifen.

Lewis sagte gegenüber der BBC, dass diese Arten von Bakterien

opportunistische Erreger sein, die eine Quelle für menschliche Erkrankungen darstellen können.

Zu 'Opportunistischen Erregern' gehören Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten, die die geschwächte Verfassung des Körpers durch eine Primärerkrankung ausnutzen, vor allem ein geschwächtes Immunsystem. Sie können eine so genannte opportunistische Infektion verursachen.

Weder Starbucks, noch Caffè Nero und Costa Coffee waren für eine Stellungnahme gegenüber RT Deutsch zu erreichen.

Auf Twitter blieben die Enthüllungen von BBC natürlich nicht unkommentiert:

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