Homosexuellenfreundliche Moschee mit weiblichen Imamen soll in Norwegen eröffnen

Homosexuellenfreundliche Moschee mit weiblichen Imamen soll in Norwegen eröffnen
FILE PHOTO © Lori Shepler
Eine liberale Moschee, in der Männer und Frauen Seite an Seite beten, in der Homosexuelle und Transgender willkommen sind und auch Frauen predigen, soll innerhalb des nächsten Jahres in Oslo eröffnen. Berlin hat es bereits vorgemacht und zwei Imame, einen Mann und eine Frau, predigen zu lassen.

Die Moschee sollte ein Ort sein, der offen für jeden ist, der das Gefühl hat, nicht in eine gewöhnliche Moschee zu passen,

sagte der Aktivist Thee Yezen al-Obaide dem Web-Portal Vart Land.

Frauen, Männer, Transmenschen, Homosexuelle, Heterosexuelle – alle werden willkommen sein.

Die neue liberale Moschee wird als ‘Masjid al-Nisa’ (Die Frauenmoschee) bezeichnet, sie ist aber „nicht als Opposition gegenüber anderen Moscheen vorgesehen, sondern als eine Initiative, die die bereits existierende Diversität vergrößert“, dies geht aus einer Veröffentlichung auf der Webseite der Skeiv Verden (Queen World) Organisation, welche die Interessen von LGBTQ Menschen aus Minderheiten vertritt, hervor.

Die Organisation hat ein informelles Netzwerk für homosexuelle Muslime im Land gegründet, laut al-Obaide, berichtet The Local.

Ich will eine feministische Moschee gründen, wo Frauen so viel Raum einnehmen wie Männer. Sowohl Männer als auch Frauen ist es erlaubt das Gebet zu leiten, und alle Geschlechter können Seite an Seite im selben Raum beten,

sagte al-Obaide und fügte hinzu, dass Frauen „für sich selbst sprechen" können. Viele wünschten sich einen diversen Heiligen Ort, sagte al-Obaide in einer Stellungnahme.

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Die Idee dahinter ist, die „gesellschaftliche Normen zu brechen“ und die „Freiheit der Religionsausübung“ zu ermöglichen. Die Frauenmoschee soll ihre Türen innerhalb eines Jahres im Herzen der norwegischen Hauptstadt Oslo öffnen.

Eine ähnliche liberale Moschee hat ihre erstes Gebet letzte Woche in Berlin abgehalten, mit zwei Imamen, einem Mann und einer Frau, die das Gebet leiteten. Sie erlaubt Männern und Frauen zusammen zu beten. Mitglieder der LGBTQ Gemeinschaft sind auch willkommen.