Frau gewinnt über 42 Millionen Dollar im Casino – bekommt aber nur ein Steak

Frau gewinnt über 42 Millionen Dollar im Casino – bekommt aber nur ein Steak
(Symbolbild). In den USA ist Spielsucht ein großes Thema. Allein in der Kasino-Stadt Las Vegas sollen laut Experten rund 120.000 spielsüchtige Menschen leben.
In New York beginnt diese Woche ein skurriler Prozess: Stellen Sie sich vor, Sie knacken den Jackpot in einem Casino und freuen sich auf viele Millionen. Doch alles, was das Casino ihnen anbietet, ist ein Gutschein für ein Steakessen.

Die US-Amerikanerin Katrina Bookman gewann Ende August 2016 an einem Spielautomaten im Resorts World Casino im New Yorker Stadtteil Queens 42.949.672 Dollar und 76 Cent. Ungläubig hielt sie den Augenblick in einem Handyfoto fest. Später sollte sie zu CNN sagen:

Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe. Mein ganzer Körper wurde taub.

Bookman ist bei einer Pflegefamilie aufgewachsen, ihre vier Kinder erzieht sie alleine. Ihr einziges Einkommen ist eine Stelle als Putzfrau im nahen Krankenhaus. Übernervös nimmt sie die Quittung des Automaten mit und geht erst einmal nach Haus. Am nächsten Tag nimmt sie all ihren Mut zusammen und kehrt zurück ins Casino.

 Also, was habe ich gewonnen?,

fragt sie einen Kasinomitarbeiter. Und der antwortet:

Sie haben gar nichts gewonnen."

Aus der Traum vom Jackpot. So scheint es zumindest. Das Kasino beruft sich darauf, dass der Automat eine Fehlfunktion gehabt habe. Die Glücksspielkommission des Staates New York bestätigt das wenig später nach einer Untersuchung. Ein Hinweis am Gerät verrät:

Fehlfunktionen annullieren alle Auszahlungen und Spiele.

Doch ganz mit leeren Händen will das Kasino die Frau auch nicht gehen lassen. Sie bieten Bookman an, ihr den Einsatz zurückzuzahlen, ganze 2,50 Dollar, und dazu noch ein Abendessen im hauseigenen Steak-Restaurant. Die geschockte Gewinnerin, die nun zu einer tragischen Verliererin geworden zu sein scheint, lehnt das Angebot wütend ab.

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Mehr noch: Sie nimmt sich einen Anwalt. Seit dem kämpft Alan Ripka seit Monaten für Bookman gegen das Kasino. Und er legt sich mächtig ins Zeug. "Deren Ausreden sind lächerlich", sagt er gegenüber CNN unumwunden. Und weiter:

Man kann doch nicht behaupten, der Automat sei kaputt, nur weil man das gerne so hätte. Heißt das, er wurde nicht geprüft? Oder nicht gewartet? Hat das vielleicht generell die Gewinnchancen auch für die Spieler vor Katrina negativ beeinträchtigt?

Mitte Juni hat Ripka nun vor einem New Yorker Gericht die Klage gegen den Kasinobetreiber eingereicht. Wenn es nach ihm geht, soll das Kasino die fast 43 Millionen Dollar an seine Klientin doch noch auszahlen. Doch die Chancen dafür stehen offenbar schlecht.

In einem vergleichbaren Fall im Jahr 2015 hatte eine 90-Jährige vermeintlich 41 Millionen Dollar in Iowa gewonnen. Doch das Gericht entschied sich gegen die Spielerin. Begründung damals: Der Automat habe ein eingebautes Jackpot-Limit von 10.000 Dollar – demzufolge müsse jeder höhere Gewinn eine Fehlfunktion sein.

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Auch das Kasino in Queens hat ein Limit. In diesem liegt es sogar nur bei 6.500 Dollar. Zumindest diese Summe hätte Bookman nun gerne. Für sie wäre es immer noch sehr viel Geld. Zumal sie ihren Job als Putzfrau im Krankenhaus mittlerweile verloren hat.

Ich finde, ich sollte zumindest das Maximum bekommen, was bei dem Automaten möglich ist,

sagte Bookman gegenüber CNN. Und sie weiß auch schon, was sie mit dem Geld als erstes macht:

Ich würde den Kasinochef auf ein Steak einladen.