Blinder Alarm in Frankreich: Zugbegleiter verwechselt probenden Schauspieler mit Attentäter

Blinder Alarm in Frankreich: Zugbegleiter verwechselt probenden Schauspieler mit Attentäter
Blinder Alarm in Frankreich: Zugbegleiter verwechselt Schauspieler mit Attentäter (Symbolbild)
Vor dem Hintergrund der erhöhten Terrorgefahr gilt es, Wachsamkeit walten zu lassen. Ab und zu kommt dabei es auch zu Missverständnissen. Wie zum Beispiel in Frankreich, wo die Polizei einen im TGV-Zug fahrenden Schauspieler wegen Terrorverdachts geschnappt hat.

Am Mittwoch, dem 7. Juni, musste ein aus Paris nach Marseille fahrender TGV-Hochgeschwindigkeitszug einen extra Halt in Valence machen. Die Ursache war ein Passagier, auf den ein Mitarbeiter der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF aufmerksam wurde. Der Zugbegleiter hörte in einer verschlossenen Toilette einen Mann laut monologisieren. Im teils englischen und teils niederländischen Redefluss glaubte der SNCF-Mitarbeiter Worte wie "weapon" (Waffe) und "gun" (Pistole) zu vernehmen. Der Zugbegleiter wurde misstrauisch und rief bei der Polizei an.

Als der Zug ausnahmsweise in Valence hielt, stiegen zwölf Sicherheitsbeamte in den Waggon und nahmen den mutmaßlichen Terroristen in Gewahrsam. Im Laufe des Verhörs stellte die Polizei jedoch schnell fest, dass dies ein blinder Alarm war. Bei dem "gefährlichen" Fahrgast handelte es sich tatsächlich um einen 35-jährigen Franzosen, Schauspieler von Beruf. Er habe unterwegs eine Rolle üben wollen. Um andere Passagiere nicht zu stören, sei er in die Toilette gegangen.

Frankreich hatte den Ausnahmezustand nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt und mehrfach verlängert. Präsident Emmanuel Macron kündigte nach dem Amtsantritt eine weitere Verlängerung um dreieinhalb Monate bis zum 1. November an.

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