Hoffnungsschimmer für Schwerstkranke: USA genehmigen Heilmittel gegen 15 Krebsarten

Hoffnungsschimmer für Schwerstkranke: USA genehmigen Heilmittel gegen 15 Krebsarten
USA genehmigen Heilmittel gegen 15 Krebsarten (Symbolbild)
Ein Hoffnungsschimmer für schwerkranke Patienten: In den Vereinigten Staaten dürfen Ärzte von nun an ein neuartiges Präparat gegen insgesamt 15 Arten von Krebs einsetzen. Die Wirksamkeit des Stoffes ließ sich durch klinische Tests beweisen.

Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) hat das Mittel Keytruda, auch als Pembrolizumab bekannt, zur Behandlung von mehreren Tumorarten genehmigt. An den klinischen Tests des Präparats nahmen insgesamt 149 Krebskranke teil, heißt es in einer FDA-Mitteilung. Dabei zeigten 39,6 Prozent der Probanden ein komplettes oder partielles Tumoransprechen. Bei 78 Prozent der Patienten dauerte das Ansprechen der Tumore auf den Wirkstoff sechs Monate oder länger.

Das Heilmittel ist für Patienten mit inoperablen Krebsformen sowie mit metastasierten, soliden Tumoren mit den Biomarkern "hohe Mikrosatelliteninstabilität" (MSI-H) und "mangelhafte Mismatch-Reparatur" (dMMR) gedacht. Diese Indikation umfasst Kranke mit fortschreitenden Tumoren nach früherer Behandlung, für die es keine alternativen Therapien gibt, sowie auch Patienten mit Darmkrebs, der auch nach der Chemotherapie fortgeschritten ist.

"Bislang genehmigte die FDA Krebstherapien je nach dem Platz im Körper, wo der Krebs erschien, z. B. Lungen- oder Brustkrebs", erklärte der amtierende Direktor der Abteilung für Hämatologie und Onkologie-Produkte des FDA-Zentrums für Bewertung und Untersuchung von Arzneimitteln, Richard Pazdur. "Nun haben wir eine Arznei genehmigt, die auf dem Biomarker des Tumors basiert, ohne Rücksicht auf dessen ursprünglichen Platz."

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Die Arznei Keytruda hilft bei der Bekämpfung des Krebs, indem sie Krebszellen für das Immunsystem des Menschen erkennbar macht. Zuvor hatte die FDA das Heilmittel für die Behandlung von metastasiertem Melanom, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom, erneut auftretendem und/oder metastasierendem Kopf- und Halskrebs und anderen Krebserkrankungen bei bestimmten Patienten genehmigt.