Kontroverse um Grenzen der Kunst: US-Komikerin Griffin zeigt blutigen Trump-Kopf

Kontroverse um Grenzen der Kunst: US-Komikerin Griffin zeigt blutigen Trump-Kopf
Nicht jeder Tabubruch ist witzig - und nötig. Kathy Griffin hat es ebenfalls eingesehen.
Es ist ein Bild, wie man es eigentlich nur aus Horrorvideos des Islamischen Staats kennt: Jemand hält einen abgeschnittenen, blutigen Kopf in die Kamera. Die Komikerin Kathy Griffin belegt mit einem Schockfoto, dass es beim Thema Trump offenbar keine Hemmungen mehr gibt.

US-Komikerin Kathy Griffin (56) hält auf einem Schockfoto etwas in der Hand, das wie der abgeschnittene, blutüberströmte Kopf von US-Präsident Donald Trump aussieht. Das Blut glänzt im Blitzlicht der Aufnahme. Die Schauspielerin löste damit im Internet große Entrüstung aus. Und entschuldigte sich schließlich:

Ich bin viel zu weit gegangen. Das Bild ist zu verstörend. Ich verstehe, dass es Menschen verletzt hat. Es war nicht lustig. Ich habe einen Fehler gemacht, sagte Griffin in einem Video, das sie am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter veröffentlichte.

Zunächst hatte sie noch anders geklungen. In einem Making-Off-Video zu dem Fotoshooting sagt Griffin:

Tyler und ich haben keine Angst, Fotos zu machen, die für Lärm sorgen.

Im scherzhaften Ton fügte sie noch hinzu:

Wir müssen heute nach Mexiko umziehen, weil wir ins Gefängnis müssen.

Das Foto hatte der bekannte Fotograf Tyler Shields geschossen. Mit harscher Kritik reagierte unter anderem die Tochter des früheren US-Präsidenten Bill Clinton:

Es ist niemals lustig, darüber Witze zu machen, einen Präsidenten zu töten, schrieb sie auf Twitter. 

Trumps Sohn Donald Jr. schrieb auf Instagram: 

Ekelhaft, aber nicht überraschend. Das ist die Linke von heute.

Griffin, die auch als Stand-Up-Comedian arbeitet, ist in den USA bekannt, da sie seit 2001 die bei CNN übertragene Silvestershow am Times Square in New York City moderiert. Sie wurde mit zwei Emmys ausgezeichnet. Kurze Auftritte hatte sie unter anderem in dem Film „Pulp Fiction“ sowie den Serien „Akte X“ und „Der Prinz von Bel-Air.“ Zudem gilt sie schon länger als eine Trump-Gegnerin. Die 56-bezeichnete Trump auch schon mal als "Idiot" und "peinlich."

Screenshot ARD

Die Komikerin ist nicht die erste Berühmtheit, die Gewalt im Zusammenhang mit Trump zeigte.  Im März veröffentlichte Snoop Dogg ein Musikvideo, auf dem der Rapper einen Clown erschießt, der wie der Präsident angezogen ist. Das Video veranlasste Trump zu einer Reaktion. Er tweetete:

Können Sie sich vorstellen, wie groß der Aufschrei wäre, wenn @SnoopDogg, mit seiner gescheiterten Karriere und allem, die Waffe auf Präsident Obama gerichtet und abgedrückt hätte? Gefängnis!

Auch die geschmacklose Aktion von Griffin wurde von Donald Trump kommentiert. Auf Twitter finder der US-Präsident deutliche Worte:

"Kathy Griffin sollte sich schämen. Meine Kinder, besonders mein 11-jähriger Sohn, Barron, haben eine schwere Zeit damit. Krank!"

 

 

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