"Sie ist so begabt": Richter möchte Studentin nach Messerattacke auf Freund vor Strafe verschonen

"Sie ist so begabt": Richter möchte Studentin nach Messerattacke auf Freund vor Strafe verschonen
Kann offenbar nicht nur gut mit dem Skalpell, sondern auch mit dem Brotmesser umgehen: Lavinia Woodward.
Die 24-jährige Britin Lavinia Woodward lernte ihren Freund über die Dating-App Tinder kennen. Kurz vor dem Jahreswechsel von 2016 auf 2017 kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden, bei der sie zum Messer griff.

Hoffentlich sind Sie ein Genie. Das könnte Ihnen in Zukunft einigen Ärger ersparen. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man sich die Geschichte von Lavinia Woodward anschaut. Die Studentin am Christ Church College in Oxford gilt als echtes Wunderkind und soll bereits mehrere wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften veröffentlicht haben, berichtet die Daily Mail.

Auch wenn Woodward, die gerne Herzchirurgin werden möchte, auf ihren Facebook-Bildern den Eindruck macht, dass sie kein Wässerchen trüben kann: Bei der 24-jährigen soll es sich laut der Daily Mail keineswegs um eine brave Stubenhockerin handeln. So soll sie zum Beispiel dem Drogen-Konsum nicht abgeneigt sein.

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Den Tathergang im Zusammenhang mit dem Vorfall aus den stillen Tagen des Jahres 2016 beschreibt die Daily Mail folgendermaßen: Nach einer wahren Betäubungsmittel-Orgie wollte ihr Freund offenbar gerade Woodwards Mutter verständigen. Doch das passte der Hochbegabten offensichtlich ganz und gar nicht. Sie verpasste ihrem Lover kurzerhand einen Schlag ins Gesicht und griff danach zum Messer. Damit stach sie ihrem Freund in das Bein, ehe sie noch, um die Sache abzurunden, mit einem Laptop und einem Marmeladenglas nach ihm warf.

Normalerweise also ein klarer Fall vor Gericht, möchte man meinen. Doch der zuständige Richter Ian Pringle möchte in diesem Fall offenbar gerne eine Ausnahme machen. Er sagte:

Mir scheint, wenn dies eine einmalige Geschichte war, eine komplett einmalige Geschichte, dann wäre es eine zu strenge Strafe, diese außergewöhnlich talentierte junge Dame von ihrem lange gehegten Wunsch abzuhalten, den Beruf auszuüben, den sie auszuüben wünscht.

Das heißt jedoch nicht, dass er die Tat billige:

Was du getan hast, wirst du niemals vergessen, eigentlich müsste sie für dich eine sofortige oder spätere Freiheitsstrafe nach sich ziehen",

führte Pringle aus. Auch ihre Ausbildung möchte Woodward wieder aufnehmen – "weil sie so schlau ist", wie College-Direktor James Sturman gegenüber dem Gericht mitteilen ließ. Das Urteil wird für September dieses Jahres erwartet.

Sollten sie also irgendwann in der Zukunft mal eine Herzoperation benötigen, und die Chirurgin hat einen britischen Akzent – bitte nicht reizen!