Eine halbe Weltreise als Zeichen deutsch-russischer Liebe: Von Lissabon nach Wladiwostok

Eine halbe Weltreise als Zeichen deutsch-russischer Liebe: Von Lissabon nach Wladiwostok
Die beiden Abenteurer Dima und Jana sind ganz aufgeregt. Gleich startet ihre Reise von Berlin über Lissabon nach Wladiwostok.
Ein deutsch-russisches Paar wagt sich auf eurasische Erkundungstour. In vier Monaten wollen Jana und Dima von Lissabon bis nach Wladiwostok reisen und sich in Völkerverständigung üben. Kurz vor ihrer Abreise machten sie noch einen Boxenstopp bei RT Deutsch.

Eine Wirtschaftszone von Lissabon bis nach Wladiwostok: Um für diese Idee zu werben, veröffentlichte der russische Präsident Wladimir Putin einst einen Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung. Das ist inzwischen sieben Jahre her.

In der Zwischenzeit ist viel Porzellan zu Bruch gegangen in den russisch-europäischen Beziehungen. Vieles hat sich gewandelt, plötzlich hieß es nur noch "Entweder - oder"; "Eure Krim - unsere Sanktionen". Über unsere jüngere Geschichte kann man natürlich unermüdlich diskutieren. Klar ist, dass das Haus Europa grundsaniert gehört und dass dessen Pendant, die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft, noch in den Kinderschuhen steckt.

Die Vermarktung Eurasiens ist abhängig von politischem Willen. Doch die Grundidee ist immer die gleiche: Zusammen sind wir stärker. Der Austausch entlang der alten Seidenstraße prägte über tausend Jahre eurasischer Geschichte und setzte immer wieder wichtige Impulse für kulturelle Blüte und technologischen Fortschritt auf allen Seiten.

Heute liegen 18 Flugstunden und 10.109,03 Kilometer Luftlinie beziehungsweise 162 Fahrstunden und 13.640,4 Kilometer Google Maps-konforme Pfade zwischen den beiden Metropolen. Wenn man, so wie unsere beiden Protagonisten Dima und Jana, etwas Zeit mitbringt und ein paar interessante Zwischenstopps einbaut, kommt man locker auf knapp 25.000 km Weg zwischen Lissabon und Wladiwostok.

Fahrt für harmonische Beziehungen und Integration

In ihrem Blog stellen sich die beiden als deutsch-russisches Paar vor, welches als Positivbeispiel für eine harmonische, grenzübergreifende Beziehung zwischen Deutschland und Russland stehen möchte.

Auf ihrer Reise wollen sie neben kulturellen Unterschieden vor allem die Gemeinsamkeiten der Menschen zwischen Lissabon und Wladiwostok ergründen. Vier Monate Strapazen und etliche Monate Planungsvorlauf wollen die beiden aus Gewissensgründen auf sich nehmen: Dima und Jana glauben fest daran, dass eine Harmonisierung der internationalen Beziehungen und kulturelle Integration eine sichere und bessere Zukunft für alle Beteiligten bedeuten. Und dafür wollen sie mit ihrer Aktion ein Zeichen setzen.

Wenige Tage vor der Abreise haben wir Jana und Dima getroffen, um ihnen viel Glück zu wünschen und sie mit einer auf russischen Straßen überlebenswichtigen GoPro-Dashcam auszustatten.

Diese Abenteuerreise kann man sowohl auf RT Deutsch als auch direkt auf dem Blog von Jana und Dima, lisbon2vladivostok.eu, verfolgen.

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