Blick in die Zukunft: Elon Musk will das menschliche Gehirn mit Computern vernetzen

Blick in die Zukunft: Elon Musk will das menschliche Gehirn mit Computern vernetzen
Das menschliche Gehirn soll vernetzt werden - so wünscht es sich der Unternehmer und Investor Elon Musk.
Elon Musk, Gründer und Vorstandsvorsitzender der futuristisch anmutenden Unternehmen SpaceX und Tesla, investiert in den Aufbau einer neuen Firma. Diese soll sich der Verknüpfung des menschlichen Gehirns mit künstlicher Intelligenz widmen.

Elon Musk sieht sich selbst nicht nur als klassischen Unternehmer. Der in Südafrika geborene Silicon-Valley-Titan erhebt den Anspruch, Zukunftsarchitekt zu sein. Sein Unternehmen Tesla will die Menschheit mit selbstfahrenden Elektroautos beglücken, die Firma SpaceX will bald schon private Reisen ins Weltall anbieten.

Und nun spielt Musk auch eine aktive Rolle beim weiteren Aufbau des Unternehmens Neuralink, welches Geräte herstellt, die mit dem menschlichen Gehirn verbunden werden können und in Fachkreisen als Gehirn-Computer-Schnittstellen (Brain-Computer-Interface - BCI)  bezeichnet werden.

Konkret will man spezielle Elektroden ins menschliche Gehirn implantieren, welche die geistigen Fähigkeiten steigern und es Menschen erlauben sollen, Maschinen allein mit der Kraft ihrer Gedanken zu steuern.

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Das neurowissenschaftliche Startup Neuralink ist derzeit noch in seiner Gründungsphase und hat sich eigentlich der Herstellung von medizinischen Computern verschrieben. Nun soll die Software jedoch direkt mit dem Menschen verbunden werden, damit Normalsterbliche mit der Entwicklung künstlicher Intelligenz Schritt halten können. Diese sei durchaus auch eine große Bedrohung für die Menschheit, so Musk.

Der Milliardär erklärte dem Magazin Vanity Fair, die Entwicklung eines funktionierenden technischen Interfaces für das menschliche Gehirn würde ungefähr noch vier bis fünf Jahre dauern. Als nächsten Schritt will Neuralink einen anwendbaren Prototypen in Form eines Hirnimplantats präsentieren, welches dabei helfen soll, Krankheiten wie Epilepsie, Parkinson oder Depressionen zu behandeln. In Dubai erklärte Musk:

Mit der Zeit werden wir eine engere Verknüpfung biologischer Intelligenz mit digitaler Intelligenz sehen.

Bedenklich ist jedoch, dass Musk, um seine Vision an den Mann zu bringen, vor allem auf Angstmache setzt. Nicht weniger als die völlige Machtübernahme der künstlichen Intelligenz drohe, wenn der Mensch sich nicht bereitwillig auf den vermeintlichen Segen des technologischen Selbst-Upgrades aus dem Hause Musk einlässt. Dass Entwicklungen wie die genannten von Musks Unternehmen Neuralink eben jene Entwicklung der künstlichen Intelligenz erst befeuern, bleibt dabei unerwähnt.

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Ohne es explizit zu formulieren, folgt Musk damit der im Silicon Valley angesagten Agenda des Transhumanismus. Die techno-utopische Ideologie strebt danach, den Menschen unter dem Einsatz technischer Verfahren mental, physisch und psyschisch zu optimieren. Fortschritt wird als menschliche Verpflichtung angesehen. Kritiker werfen den Denkern des Transhumanismus vor, ethische Aspekte nicht ausreichend zu berücksichtigen. Weniger gelassene Stimmen warnen vor der Abschaffung der Menschheit und der Entwicklung seelenloser Cyborgs. Der Transhumanismus sei längst zur vorherrschenden Religion der Elite geworden, deren Umsetzung sich im Großen und Ganzen in vier großen Schritten vollziehe.

Dass für Elon Musk die Zukunft bisher nicht einmal begonnen hat, zeigt folgender Tweet:

Die Menschheit stehe kurz vor dem Punkt, an dem künstliche Intelligenz exponentiell wachse. Ob dies eine Warnung oder eine Hoffnung ist, geht aus der Grafik nicht hervor.

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