IT-Bildung: Ein kleiner Roboter soll Kindern das Programmieren beibringen

IT-Bildung: Ein kleiner Roboter soll Kindern das Programmieren beibringen
Eine Lehrerin erklärt ihren Schülern die Nutzung von i-Pads in der Steve-Jobs-Schule in Sneek, Niederlande, 21. August 2013.
Ein neuer Markt entsteht, um Kindern die Sprache der Programmierer und Hacker beizubringen und sie auf die digitale Zukunft der Arbeitswelt vorzubereiten. Der Schulunterricht passt sich den neuen Herausforderungen an - nur leider nicht in Deutschland.

Der kleine Roboter Ozobot bringt Kindern das Programmieren bei. Die Maschine folgt dabei farbigen Linien, die die jungen Menschen auf Papier zeichnen. Er soll die Fantasie und das logische Denken der Kinder anregen und einen Einstieg in das Erlernen von Programmiersprachen bieten.

Hierbei lernen die jungen Talente, zwischen statischen Codierungen, also kurzen farbigen Sequenzen auf einer schwarzen Linie, und Flash Codes, sich schnell abwechselnden Farb-Kombinationen auf digitalen Bildschirmen, zu unterscheiden. Insgesamt 25 Kommandos lassen die Geschwindigkeit und Richtung des Roboters kontrollieren. 

Der Roboter ist zu einem Preis von rund 60 US-Dollar erhältlich. Um Kindern den Umgang mit Codes beizubringen, sammelte die Herstellerfirma drei Millionen US-Dollar.

Vor mehr als 20 Jahren sagte Apple-Gründer Steve Jobs: 

Jeder sollte lernen, einen Computer zu programmieren, denn dies lehrt einen Menschen, zu denken.

Die amerikanischen und britischen Regierungen haben diesen Ansatz für sich entdeckt und Investitionen in den Schulunterricht der künftigen Informatiker getätigt. Die amerikanische Regierung befürchtet, dass im Jahr 2020 eine Million Informatik-Arbeitsplätze in den USA nicht besetzt werden können, da es an Fachkräften fehlen wird.

Deutschland hinkt hinsichtlich einer modernen Schulbildung noch weiter hinterher. In Großbritannien ist bereits seit 2014 das Programmieren Teil des Unterrichts von Schulkindern zwischen fünf und 14 Jahren. Schulen für das Leben von Morgen vorzubereiten, ist kostspielig und bedarf auch der Einbindung der Privatwirtschaft. Es ist eine gemeinsame Verantwortung von Regierungen und Unternehmen, in die Arbeitnehmer von morgen zu investieren.