Wer ein Kind zeugt, logiert umsonst – italienische Hoteliers kümmern sich um die Geburtenrate

Wer ein Kind zeugt, logiert umsonst – italienische Hoteliers kümmern sich um die Geburtenrate
Italien macht sich Sorgen um seine Geburtenrate. Hoteliers möchten jetzt Abhilfe schaffen.
Die niedrige Geburtenrate in Europa sorgt für immer kuriosere „Gegenmaßnahmen.“ Nachdem die Dänen schon im letzten Jahr mit „Poppen für Dänemark“ für Furore sorgten, kommt die neueste Motivationshilfe nun aus dem schönen Italien. Wann wird in Deutschland Hand angelegt?

Es war einer der größten viralen Hits im Jahr 2015. Die dänische Kampagne für mehr Nachwuchs sorgte zunächst für viel Heiterkeit – doch offenbar hat sich in der Zwischenzeit in dänischen Kieferbetten so Einiges getan. Zum ersten Mal seit Jahren könnte dieses Jahr die Marke von 60.000 Geburten geknackt werden.

„Von den Dänen lernen, heißt sich vermehren lernen“, müssen sich die Italiener nun gedacht haben. Denn sie überraschen ihre Landsleute nun mit einem verführerischen Angebot. Insgesamt zehn Hotels in der zentralitalienischen Provinz Umbrien möchten, dass ihre Gäste wieder öfter zur Sache kommen.

Manchmal geht es im richtigen Leben zu wie auf der Bühne. Zwei Performer auf der Sexmesse Venus. Berlin, Deutschland, 29. September, 2011.

Wer neun Monate nach dem Aufenthalt im Hotel eine Geburtsurkunde vorlegen kann, bekommt sein Geld zurück oder einen Gutschein. Die Geburtenrate in Italien ist eine der niedrigsten in Europa. In der Statistik von 2015 belegt Italien mit acht Lebendgeburten pro 1.000 Einwohner den letzten Platz. Deutschland kam in derselben Statistik nur auf neun Geburten. Spitzenreiter in Europa waren im  Jahr 2015 die Iren, mit 14,2 Lebendgeburten pro 1.000 Einwohner und die Franzosen mit 12 Geburten.

Die Hilfestellung der Hoteliers trifft allerdings nicht überall auf Gegenliebe. So kritisiert die katholische Kirche Italiens, dass die Paare nicht verheiratet sein müssen. Ob die Hoteliers ihr Pay-TV-Programm speziell auf die neue Mission hin anpassen wollen, war nicht herauszufinden.

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