Flucht ins Exil: Donald Trump könnte die Traumfabrik um einige Stars berauben

Flucht ins Exil: Donald Trump könnte die Traumfabrik um einige Stars berauben
Will sogar auf den Jupiter ziehen: Die Sängerin Cher.
Nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten fürchten viele US-Bürger um ihre Zukunft. Manche erwägen die Auswanderung als Alternative zu dem exzentrischen Milliardär an der Staatsspitze. Unter den Fluchtwilligen sind auch zahlreiche Hollywoodstars.

Nach dem Sieg Trumps bei den US-Wahlen überlegen viele Bürger des Landes offenbar, ob sie die Sachen packen und verschwinden sollen. Die Webseite der kanadischen Migrationsbehörde ist sogar wegen des enormen Andrangs kurzfristig abgestürzt. Gleichzeitig denken viele Einwanderer aus Mexiko und Kanada darüber nach, ob es sinnvoll wäre, in ihre Heimat zurückzukehren. Unter den potenziellen Emigranten sind auch zahlreiche Stars.

Noch während der Wahl am Dienstag nahmen die Suchanfragen „Auswanderung“ bzw. „Auswanderung nach Kanada“ bei Google drastisch zu.

Das Thema Auswanderung wurde auch in vielen sozialen Netzwerken zum Top-Trend, während der Hashtag #Canada in den Statistiken unter den meistgenutzten landete. Zu einem weiteren geläufigen Hashtag wurde #packyourbags (auf Deutsch #PackdeineKoffer), mit dem Trump-Anhänger prominente Hillary-Fans an deren Versprechen erinnerten, das Land zu verlassen, sollte der umstrittene Politiker einmal zum Präsidenten gewählt werden.

Unter solchen berühmten Trump-Gegnern sind zum Beispiel die Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand und der Schriftsteller Stephen King. Der für seine Gruselgeschichten bekannte Autor sagte in einem Interview mit der „Washington Post“:

Trump erschreckt mich zu Tode.

Auch der Schauspieler Matt Damon deutete an, bei einem Sieg Trumps die USA verlasen zu wollen. Als ein mögliches Ziel nannte er die deutsche Hauptstadt Berlin.

Die afroamerikanische Oscar-Preisträgerin Whoopi Goldberg fragte sich bereits im Januar, ob es vielleicht nicht an der Zeit wäre, das Weite zu suchen:

"Ich war immer Amerikanerin, dies war immer mein Land und wir konnten immer unsere Meinungen vertreten. Aber jetzt dreht sich das plötzlich alles."

Die Sängerin Cher möchte sogar den Planeten wechseln: "Wenn er gewählt wird, ziehe ich auf den Jupiter."

Doch solche alarmistischen Stimmungen sind in den USA nicht neu. Ähnliche Aussagen wurden auch nach und vor den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2004 gemacht, bei denen George W. Bush gewann. Im Jahr 2015 war für Konservative die Legalisierung der Homoehe ein Vorwand, nach Kanada überzusiedeln, obwohl dort die homosexuellen Familien gut zehn Jahre zuvor als rechtmäßig anerkannt worden waren.

Nur die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der Einmarsch der US-Armee in den Irak vermochten es, tatsächlich viele US-Bürger in das nördliche Nachbarland zu verscheuchen.

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