Perverser Trend in Großbritannien: "Killerclowns" sorgen für Angst und Schrecken

Wenige Wochen vor Halloween ist der fragwürdige Trend der "Killerclowns" von den USA auf Großbritannien übergeschwappt.
Wenige Wochen vor Halloween ist der fragwürdige Trend der "Killerclowns" von den USA auf Großbritannien übergeschwappt.
Auch in Großbritannien erschrecken mittlerweile meist jugendliche Spaßvögel als "Killerclowns" Menschen auf offener Straße. Der Fall einer Schwangeren, die eine Frühgeburt erlitt, zeigt, dass die Aktionen alles andere als harmlos sind.

Ein bizarrer Trend, der sich bereits vor einigen Monaten in den USA bemerkbar gemacht hatte, sorgt vor allem in Großbritannien derzeit für Unmut: Eine schwangere Frau wurde Opfer eines 17-jährigen Jugendlichen, der sich als "Killerclown" verkleidet hatte. 

Sein Auftauchen hat die Frau dermaßen erschreckt, dass ihre Wehen einsetzten und es zur Frühgeburt im achten Monat kam. Eine Freundin der Schwangeren hat die Szene auf Facebook beschrieben und berichtete, dass ein "dummes 17-jähriges Kind" plötzlich ins Blickfeld der Frau sprang, als diese in der englischen Stadt Whitwick unterwegs war. "Das ist ein sinnloser Trend, der gestoppt werden muss", so das Fazit der Freundin.

Einige Kommentatoren sind da weniger diplomatisch und kündigen an, mit Gewalt zu reagieren, sollten sie selbst Ziel einer solchen Clown-Attacke werden.

Da muss so schnell wie möglich etwas getan werden. Diesen kleinen Bastarden müssen die Beine gebrochen werden.

"Diese Person muss bestraft werden. Ich bin in der 38. Woche schwanger und habe Angst vor Clowns. Ich denke, ich würde auf der Stelle sterben", fügte eine weitere Frau hinzu.

Mancherorts in den USA soll es auch bereits zu Kurzschlussreaktionen aufgebrachter Bürger gegen vermeintliche oder tatsächliche "Killerclowns" gekommen sein.

Das Phänomen der "Killerclowns" breitet sich derweil in ganz Großbritannien aus. Mit verstörenden Kostümen folgen die Jugendlichen Menschen auf dunklen Parkplätzen oder tauchen plötzlich aus Büschen auf und erschrecken ihre Opfer. Bisher gibt es keine Berichte über Verletzte, doch in einigen Fällen folgten die Clowns sogar mit Messern bewaffnet Kindern auf dem Schulweg.

In Manchester hantierte einer der Killerclowns mit einem Gegenstand, der wie eine Machete aussah, in der Nähe von Autos, die an einer Verkehrsampel anhielten. In einem Fall bekam der Fahrer einen Schock und fuhr über eine rote Ampel. Nur durch Glück wurde dabei niemand verletzt.

Der Ursprung des fragwürdigen Trends und warum dieser sich ausgerechnet jetzt ausbreitet, ist ungewiss. Im August warb ein Filmemacher namens Adam Krause in der Stadt Green Bay/Wisconsin mit einer gruseligen Clownsaktion für seinen Kurzhorrorfilm. In der Folge kam es zu zahlreichen Nachahmungstaten.

In den USA der 1970er Jahren tötete der 1994 hingerichtete Serienmörder John Wayne Gacy 33 junge Menschen. Gacy pflegte als "Pogo der Clown" auf Straßenfesten Kontakt mit seinen Opfern aufzunehmen. 

Auch in den frühen 1980er Jahren erregten Personen, die quer über die Staaten im Clownskostüm Menschen erschreckten, mediales Aufsehen.

Der Autor Stephen King, der 1986 mit seinem Roman "Es" bei vielen Menschen eine Angst vor Clowns ausgelöst hatte, kommentierte die fragwürdigen Aktionen auf Twitter und warf ein, vor den meisten Clowns müsse man sich nicht fürchten.