Kleine Obamas im Schildkrötenblut: Forscher benennt parasitäre Würmer nach dem US-Präsidenten

Ob der US-Präsident sich durch die Benennung einer parasitären Plattenwürmer-Art nach seiner Person geehrt fühlt, ist nicht bekannt. Er scheint jedoch diesbezüglich Kummer gewöhnt zu sein: Schließlich tragen auch ausgestorbene Echsen seinen Namen.
Ob der US-Präsident sich durch die Benennung einer parasitären Plattenwürmer-Art nach seiner Person geehrt fühlt, ist nicht bekannt. Er scheint jedoch diesbezüglich Kummer gewöhnt zu sein: Schließlich tragen auch ausgestorbene Echsen seinen Namen.
"Baracktrema Obamai"-Plattenwürmer leben im Blut von Schildkröten. Beim Menschen verursachen die Parasiten schwere Krankheiten. Ihr Entdecker, US-Forscher Thomas Platt, findet die Würmer aber "geil" und benennt sie zu Ehren des US-Präsidenten.

Der Forscher Thomas Platt scheint eine besondere Vorliebe für Würmer zu haben. Mehr als 30 Arten dieser Gattung verdanken ihm ihre Namen. Platt hat zudem eine eigenwillige Weise, um Menschen, die er bewundert, seinen Respekt zu erweisen: Er benennt jedes Mal, wenn er eine neue Art entdeckt, diese nach solchen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Screenshot: http://clearista.com/

Den krönenden Abschluss seiner Karriere bildet entsprechend die Entdeckung einer Art, die von nun an in der Fachwelt als Baracktrema Obamai ihre Klassifizierung findet.

Der neuentdeckte Plattwurm ähnelt dem US-Präsidenten, meint der Forscher.

Er ist lang. Er ist dünn. Und geil!", sagt Thomas Platt.

Ein weiterer Vorteil dieser Art ist ihre "außerordentliche Widerstandsfähigkeit". Michael Sukhedo, Lektor der Zeitschrift "Journal of Parasitology", in der jüngst die Entdeckung veröffentlicht wurde, teilt die Begeisterung des Forschers:

Parasiten sind cool, äußerst wichtig für die Natur und allgegenwärtig. 7 von 10 Organismen auf der Welt sind Parasiten".

Die Benennung neuer Tierarten ist ein wichtiges Ereignis. Manche greifen selbst tief in die Tasche, um einer neuen Art ihren Namen zu geben. Es komme andererseits bisweilen auch vor, dass sich jemand durch eine Benennung rächen wolle. So erzählte Michael Sukhedo von einer ganzen Parasitengruppe, die von einer Forscherin in Anspielung auf ihren Ex-Mann "microphallus" benannt wurde.

Diesmal sei das aber nicht der Fall, versichert Thomas Platt, der mit dem US-Präsidenten sogar entfernt verwandt sein will.

Barack Obama zu Ehren sind übrigens auch schon eine Spinne, ein Fisch und eine ausgestorbene Echse benannt worden, heißt es im AP-Bericht.