IOC-Präsident Bach nahm nicht an Paralympics-Eröffnung teil – Divergenzen wegen Russland-Ausschluss?

IOC-Präsident Bach nahm nicht an Paralympics-Eröffnung teil – Divergenzen wegen Russland-Ausschluss?
Offiziell war die Trauerfeier für den früheren deutschen Bundespräsidenten Walter Scheel der Grund für das Fernbleiben des Chefs des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach. Es ist das erste mal seit 32 Jahren, dass ein IOC-Präsident dieser Zeremonie fernblieb.

Statt Bach hat an den Paralympics-Feierlichkeiten am 7. September der Chef des südafrikanischen NOK, Sam Ramsamy, teilgenommen.

Die Abwesenheit von Bach könne als Zeichen der Spannung zwischen den Internationalen Olympischen und Paralympischen Komitees wegen ihrer kollidierenden Standpunkte in Bezug auf Russlands Beteiligung an Wettkämpfen in Rio gedeutet werden, spekulierten zahlreiche Medien.

Im Vorfeld der Olympia und Paralympics 2016 war Russland nämlich anhand des Berichts von McLaren, dem Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), des Staatsdopings beschuldigt worden. Das IOC hatte die russische Nationalmannschaft zum Wettkampf doch zugelassen, wenn auch mit Begrenzungen der Weltverbände je nach Sportart. Das Internationale Paralytische Komitee hatte Russland für eine unbestimmte Zeitperiode komplett gesperrt.

Das letzte Mal, dass ein IOC-Chef der Paralympics-Eröffnung nicht beiwohnte, war im Jahr 1984. Juan Antonio Samaranch war nicht dabei, als die Wettkämpfe als einzige an zwei getrennten Orten ausgetragen wurden – in New York und im britischen Stoke Mandeville.