Krim wieder Austragungsort des größten internationalen Jazz-Festivals der Region

Krim wieder Austragungsort des größten internationalen Jazz-Festivals der Region
Seit 2003 empfängt die kleine Siedlung Koktebel im Südosten der Krim jährlich tausende Musikfans zum größten Jazz-Event der Region. Musiker aus der ganzen Welt schafften es auch dieses Jahr trotz aller Hindernisse auf die Halbinsel.

Auf dem internationalen Jazz-Festival Koktebel Jazz Party am Schwarzen Meer traten 14 Musikkollektive aus Russland, Japan, Großbritannien, Spanien, Belgien, Finnland, Deutschland, Frankreich, den USA, Aserbaidschan, Kuba, Brasilien, Korea, der Mongolei und China auf. Zum Höhepunkt des Events wurde die Jam-Session im Livestream übertragen. Die Jam-Session diente als musikalische Symbol, für die Kraft von Jazz, Grenzen aller Art zu beseitigen. Für Jugendliche bereiteten die Organisatoren einen Jazz-Workshop vor, bei dem sie auf einer Bühne mit herausragenden russischen und ausländischen Musikern spielen durften.

Koktebel Jazz Party fand schon zum dritten Mal statt und ist ein neues Format vom ursprünglichen Koktebel Jazz Festival, das 2014 wegen rechtlicher Grundlagen in das Gebiet Odessa verlegt wurde.

Der Gründer und quasi Stammvater des Koktebeler Jazz, Journalist Dmitri Kisseljow, sprach den Veranstaltern des Festivals seinen Dank für ihren Beitrag aus:

„Ich möchte mich bei allen bedanken, die das möglich gemacht haben. Und außerdem bei meinen ukrainischen Kollegen und Freunden, die wider ihren Willen diesen Schauplatz verlassen und Koktebel Jazz Festival im Gebiet Odessa durchführen mussten, weil in der Ukraine das Gesetz über „okkupierte Territorien“ verabschiedet worden war, das ihnen verbietet, hier Jazz zu unterstützen. Aber sie handeln edelherzig, indem sie Koktebel in Odessa popularisieren.

Mein besonderer Dank gilt der amerikanischen Botschaft, die entschieden hat, eine gute Sache zu machen und Jazz Koktebel im Gebiet Odessa zu unterstützen, wir begrüßen das hier vollkommen – das ist ein seltener Fall. Und außerdem allen, die dieses Festival möglich gemacht haben, gerade jetzt, in dieser Minute. Denjenigen, die Brücken im wahren und übertragenen Sinne bauen – die Krim-Brücke und die Brücke der Musik, die dank diesem Festival Koktebel und die ganze Krim mit aller Welt verbindet“.

Kisseljow zufolge „wäre das ohne den Mut der Musiker, die aus allen Teilen der Welt, aus fünf Kontinenten hierher gereist sind, auch nicht möglich gewesen“.