"Apokalypse in Moskau": Einwohner posten Bilder des Mega-Unwetters

In der Nacht auf Donnerstag erlebte Moskau ein Unwetter, das in allen Stadtteilen erhebliche Schäden verursachte. Nach bisherigen Erkenntnissen hat es auch Tote und Verletzte gegeben.
In der Nacht auf Donnerstag erlebte Moskau ein Unwetter, das in allen Stadtteilen erhebliche Schäden verursachte. Nach bisherigen Erkenntnissen hat es auch Tote und Verletzte gegeben.
Entwurzelte Bäume, beschädigte Fahrzeuge, teichgroße Pfützen – all das sind Spuren der furchtbaren Nacht, die Moskau von Mittwoch auf Donnerstag erlebte. Das Gewitter mit unzähligen Blitzen, Donnergrollen, Sturmböen, Hagel und Platzregen schlug auch in den sozialen Netzwerken hohe Wellen.

"Na, wie hat euch der kleine Regenguss gestern Nacht gefallen?",  fragt ein Mann ironisch unter seinem Foto auf Instagram. Andere Menschen hingegen nannten das Unwetter "Baumregen", weil die sintflutartigen Regenmassen in allen Teilen der Stadt ganze Alleen von Bäumen einfach umgerissen hatten.

Mehrere Instagram-Nutzer posteten auch mehrere Stunden nach Ende des Gewitters Bilder von Autos, die durch herabfallende Äste oder durch die Luft gewirbelte Gegenstände beschädigt wurden. Dazu verfassten sie Kommentare wie "Gott sei Dank, das ist nicht mein Wagen!" oder "Armer Nachbar!"

Die Windböen waren so stark, dass sie sogar Lichtmasten aus Beton zum Nachgeben zwangen und teilweise umstießen, ganz zu schweigen von Straßenschildern, Ampeln und Werbetafeln.

Das heftige Gewitter kam am Mittwoch kurz vor Mitternacht über Moskau. Es begann mit Sturm und Blitzen, die einer Licht-Show glichen. Darauf folgten heftiges Donnergrollen und wolkenbruchartiger Platzregen. Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse.

Nach ungefähr einer halben Stunde war die ganze Stadt überflutet. Auf Grund der Wasserströmungen konnten Stadtbewohner die Straßen nur noch schwimmend überqueren. Einige der "Flüsse", die sich gebildet hatten, waren etwa einen halben Meter tief.

Im Nordwesten Moskaus trommelte Hagel auf Straßen, Wiesen und Dächer. Der Stadtverkehr lag in mehreren Moskauer Bezirken lahm, weil die Autofahrer keine Sicht mehr hatten.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von einem Todesopfer und neun Verletzungen, die das Unwetter nach derzeitigen Erkenntnissen gefordert hat. Die extreme Wettererscheinung habe mindestens 22 Fahrzeuge und zehn Häuser beschädigt. Sobjanin kündigte an, umgehend die Beseitigung der Schäden zu veranlassen:

"Der stärkste Sturm der letzten Jahre. Über 1000 umgefallene Bäume, wir werden alles bis zum Abend in Ordnung bringen. Die neun Verletzten sind unter ärztlicher Kontrolle. Die Überflutungen wurden beseitigt."