Zwei Russen erkunden Paris aus der Vogelperspektive: Extremkletterer erklimmen den Eiffelturm

Zwei Russen erkunden Paris aus der Vogelperspektive: Extremkletterer erklimmen den Eiffelturm
Die russischen Roofer Iwan Kusnezow und Iwan Semjonow haben den Eiffelturm ohne Absicherung erklommen. Diesen Stunt führten sie im Vorfeld der Euro 2016 in Frankreich vor. Im Exklusivinterview mit RT erzählten sie von ihrem spektakulären Hobby, das für sie bereits zum Beruf wurde.

Iwan Kusnezow erzählte RT von den Schwierigkeiten, auf die sie auf dem Weg zur Spitze des Pariser Wahrzeichens gestoßen waren:

 „Wir waren von der Situation vor Ort im Bilde, also Terroraktionen im November, die kommende Euro 2016. Wegen der Terroraktionen wurde die Bewachung verstärkt und die Nationalgarde berufen, die unten Dienst tat. Wegen der Euro waren auf dem Turm ständig Arbeiter, die Beleuchtung verlegten. Dadurch wurde die Situation kompliziert. Wir kamen zum Schluss, dass es am einfachsten sein wird, wenn wir Tickets für die Aussichtsplattform kaufen und uns dort verstecken. Im Endeffekt taten wir es so. Wir kamen auf die Besucherplattform um neun, schon um zehn fanden wir einen Ort, wo wir uns verstecken konnten. Wir warteten ungefähr sieben Stunden bis zur Morgendämmerung ab, um ruhig hochzuklettern und aufzunehmen. Es war sehr kalt, so dass wir wach blieben. Aber es lohnte sich. Als ich an der Spitze des achten Weltwunders war, war es unglaublich. Ich kann meine Emotionen kaum beschreiben.“

Allerdings verlief das Abenteuer nicht ganz glatt. Einer der Arbeiter bemerkte die Roofer beim Abstieg und benachrichtigte per Telefon das Bewachungspersonal.

„Mit diesem Anruf hat er alle auf Zack gehalten. Solange wir mit ihm keinen Kontakt aufnahmen, dachten alle, dass wir Terroristen sind. Mein Freund hat mit ihm gesprochen und gesagt, wir seien einfach Fotografen und wollten ein Video drehen. So wurden wir ins Polizeirevier gebracht und fünf Stunden lang vernommen. Dann ließ man uns gehen, nahm aber unsere Kameras weg, und jetzt erwarten wir eine Geldstrafe“, erzählte Kusnezow gegenüber RT.

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Фото опубликовано Ivan Beerkus (@beerkus)

Doch als die Polizei in den Russen Roofer erkannte und einsah, dass sie den Turm gar nicht sprengen wollten, „war ihre Reaktion überhaupt nicht negativ“, fügte Kusnezow hinzu.

„Sie waren überrascht. Sie sagten, sie hätten gewusst, dass die Russen hart sind, das aber sei etwas anderes.“

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Фото опубликовано Ivan Beerkus (@beerkus)

Für Kusnezow und Semjonow sei Roofing nach eigenen Angaben bereits mehr als ein reines Hobby:  

„Neulich sind Sponsoren erschienen, ich verkaufe die Fotos, von diesem Geld kann ich leben und reisen. Es war ein Hobby, als ich Fotos für meine Freunde hochgeladen habe. Aber seit drei Jahren ist es mehr als ein Hobby“, so Kusnezow im RT-Interview.

Als nächstes würden die Extremkletterer die Wolkenkratzer in den USA, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten erklimmen.