Luxus - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland

Luxus - Deutsche Austauschschülerin berichtet RT von ihrem Leben in Russland
Alona Bartenschlager kommt aus Bayern, ist 15 Jahre alt und hat sich mit dem Zug auf den Weg nach Russland gemacht. Von Ingolstadt über Berlin ging es zunächst nach Moskau und dann weiter nach Sotschi. Dort besucht Alona für mehrere Monate die Schule. Für RT Deutsch berichtet Alona, abseits der großen Politik und medialer Verzerrungen, von ihrem neuen Alltag in Russland. In ihrem aktuellen Beitrag erzählt sie über den Besuch eines Luxushotels, das noch aus Sowjetzeiten datiert.

Heute habe ich in einem Luxushotel residiert. Alles sehr vornehm, alles sehr schick. Naja, residieren ist vielleicht ein bisschen übertrieben, ein bisschen sehr übertrieben. Aber immerhin habe ich alles anschauen dürfen.

Und das kam so: Das Swissotel Kamelia gibt es schon lange, schon seit der Sowjetzeit. Da war es natürlich noch kein Swissotel, aber meine Mama kennt es. Nach der Sowjetunion war das Gebäude marode und musste abgerissen werden. Das Haupthaus wurde genauso wieder aufgebaut, wie das alte Hotel Kamelia. Es sieht in etwa so aus wie ein griechischer Tempel, mit Säulen und so. Es gibt noch zwei andere Gebäude, aber die sind modern.

Meine Mama ist einfach reinspaziert, ist ins Plaudern gekommen und schließlich hat sich der Manager bereiterklärt, uns alles zu zeigen.

Also, das Swissotel Kamelia ist ein Luxushotel, einfach toll.

Es gibt einen riesigen Garten mit Skulpturen, Wasserspielen, Teichen, eine Brücke, Tennisplätzen und vielen Blumen und einen Pool, der die Form einer Kamelie hat. Durch eine Unterführung geht es zum Strand.

Momentan laufen die Vorbereitungen für die Hauptsaison. Alles wird neu hergerichtet.

Auf den Parkplätzen vor dem Hotel stehen teure Autos, die man mieten kann. Auch zwei Oldtimer stehen da, aber ich weiß nicht, ob man die mieten kann oder ob sie nur zum Ansehen sind. Auch ein Boot gibt es. Vor dem Hotel sprudelt ein Springbrunnen.

Wenn man ins Hotel will, muss man an zwei Sicherheitsleuten vorbei. Die sind aber nett und haben uns die Tür aufgehalten. Und sie haben uns einen Guten Tag gewünscht. In der Lobby gibt es einen kleinen Teich, das Wasser fließt von der Wand hinunter in diesen Teich hinein. Eine Bar gibt es und natürlich die Rezeption. Die Angestellten sind alle sehr freundlich und höflich.

Eine Managerin hat uns herumgeführt und uns das größte Zimmer gezeigt, die Präsidenten-Suite. Ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen. Das war eine richtige Wohnung. Es gibt zwei Schlafzimmer mit jeweils einem Fernseher, zwei große Bäder, eine kleine Küche, in der man sich selbst etwas zubereiten kann, ein Zimmer mit noch einem Fernseher, einem weiteren Raum mit einem großen Tisch und mehreren Stühlen und wieder einem Fernseher, einen Whirlpool und ein kleines Zimmer mit Safe, Tisch, Stühlen und Telefon für Privatgespräche. Dieses Zimmer hat kein Fenster. Und dann gibt es noch eine kleine Gästetoilette. Ein Gang mit Stühlen führt zu einer eigenen Terrasse. Die Präsidenten-Suite liegt im obersten Stock des Hotels. Hier mal wohnen, das wär schon was?

Aber allein schon durchs Hotel zu schlendern, hat mir Spaß gemacht. Die Fluren sind sehr schön eingerichtet und die Möbel haben ein klasse Design. Das Hotel hat ein Restaurant, Bars und einen Fitnessbereich und eine große Terrasse für alle mit Liegestühlen. 

Das Hotel plant im Herbst spezielle Angebote für Familien mit Kindern. Da soll es dann auch ein Animationsprogramm geben. 

Irina, die Hotelmanager, die mich und meine Mutter durch das Hotel führte.
Irina, die Hotelmanager, die mich und meine Mutter durch das Hotel führte.

Eure Alona