Euro 2016: Russland steht nach 1:2 gegen Slowakei vor dem Vorrundenaus

Euro 2016: Russland steht nach 1:2 gegen Slowakei vor dem Vorrundenaus
Die Fußball-Nationalmannschaft der Russischen Föderation steht nach einem 1:2 (0:2) in Lille gegen die Auswahl der Slowakei vor dem Vorrundenaus der Euro 2016 in Frankreich. Vor dem morgigen Spiel zwischen England und Wales weist die Mannschaft von Trainer Leonid Slutsky in der Gruppe A nach zwei Spielen nur einen Zähler auf und liegt damit auf dem letzten Tabellenplatz.

Nur ein Sieg gegen die bislang stark aufspielenden Waliser im letzten Gruppenspiel könnte der russischen Elf zumindest die theoretische Chance wahren, doch noch in die Achtelfinalrunde des prestigeträchtigen Turniers einzuziehen.

Wie bereits im Spiel gegen England erinnerte die Spielweise der Sbornaja stark an jenen in der Fachwelt als „Rumpelfußball“ geschmähten Stil der deutschen Nationalmannschaft während der 1980er und frühen 2000er Jahre. Taktisch diszipliniert und mit einer kampfbetonten Spielweise versuchte das Team, sich gegen die in der Abwehr gut postierten und früh attackierenden Slowaken Chancen zu erarbeiten.

Da jedoch die Präzision im Passspiel, die Schnelligkeit im Antritt und der Ideenreichtum in der Spielgestaltung zu wünschen übrig ließen, gelang es der Mannschaft kaum, sich zwingende Möglichkeiten zu erarbeiten.

Nur in der 28. Minute kam Fedor Smolov nach Zuspiel von Dzyuba in zentraler Position aus etwa 20 Metern zum Schuss, dieser verfehlte jedoch knapp das Tor des slowakischen Schlussmanns Matúš Kozáčik.

Schrecksekunde für die russische Mannschaft dann in der 32. Minute: Nach einem gelungenen langen Ball von Hamšík lässt Vladimír Weiss gleich zwei russische Verteidiger im Strafraum auf einmal aussteigen und setzt den Ball aus kurzer Distanz ins lange Eck. Es steht damit 1:0 für die Slowakei.

Kurz vor der Pause ist es dann Hamšík selbst, den die gesamte russische Abwehr ungehindert seitlich in den eigenen Sechzehner eindringen und mittels eines Billardtreffers auf 2:0 erhöhen lässt. Mit dieser komfortablen Führung für die Slowakei geht es in die Pause.

Nach dem Wechsel versucht die russische Elf, mit drei neuen Leuten noch einmal ins Spiel zu kommen. Die Slowakei beschränkt sich darauf, bestmöglich das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Es dauert jedoch bis zur 80. Minute, ehe es Shatov gelingt, sich an der Grundlinie durchzusetzen, um von dort aus in den Rücken der Abwehr zu flanken, wo Glushakow per Kopfballtor der Anschlusstreffer gelingt.

Der anschließende Sturmlauf der Sbornaja bringt jedoch nichts mehr ein. Mit dem Sieg im zweiten Spiel gelingt es der Slowakei, nach dem 1:2 im ersten Spiel gegen Wales die Chance zu wahren, aus eigener Kraft das Achtelfinale zu erreichen. Die russische Elf hingegen ist neben einem Sieg gegen die zuletzt überzeugenden Waliser auch auf Schützenhilfe anderer Teams angewiesen, um noch als Zweit- oder allenfalls Drittplatzierter der Gruppe das Minimalziel des Erreichens des Achtelfinales bewerkstelligen zu können.