Frankreich will offizielle Fan-Delegation nach Russland deportieren

Frankreich will offizielle Fan-Delegation nach Russland deportieren
Die französische Polizei hat Vertretern des Allrussischen Fan-Verbandes erklärt, dass man alle Insassen des angehaltenen Busses mit russischen Fans zurück in die Heimat deportieren werde. Dies berichtet die Agentur R-Sport unter Berufung auf den Verbandsvorsitzenden, Alexander Šprygin.

Am Dienstagmorgen wurde berichtet, dass Sondereinheiten der französischen Polizei einen nach Lille fahrenden Bus mit russischen Fans angehalten und durchsucht hatten. Am 15. Juni soll in der nordfranzösischen Stadt das EM-Spiel zwischen Russland und der Slowakei ausgetragen werden. Sechs Russen sind verhaftet. Weitere 35 weigerten sich, den Bus zu verlassen.

„Die Polizei hat uns erklärt, dass man alle Businsassen des Landes verweisen wird. Die Rückfahrt geht auf Kosten der zu Deportierenden“, sagte der Vorsitzende des Allrussischen Fan-Verbandes, Alexander Šprygin, am Telefon der Agentur R-Sport.

Ein Mitarbeiter des russischen Konsulats sei aus Marseille zum Vorfallort abgefahren, teilte der Presse-Attaché der russischen Botschaft in Frankreich, Sergej Parinow, mit. Das Generalkonsulat habe sich des Problems angenommen.

RT-Korrespondent, Murad Gazdiev, twittert:

Französische Polizei droht einen Bus mit Russland-Fans nach Lille zu stürmen. EM-2016 Passagiere festgesetzt.

Wie die Regionalzeitung Nice-Matin berichtet, sind einige russische Fans in ein Migrationszentrum in Nizza befördert worden, wo sie nun auf ihre Deportation warten. Nach Angaben der Zeitung können die Russen, die um konsularische Hilfe gebeten und den Abschiebungsbeschluss angefochten haben, zwei Tage lang im Migrationszentrum verbringen, bis man ihre Beschwerde erörtert haben wird. Beim abschlägigen Bescheid wird man sie des Landes verweisen.