Direktor des Fernsehsenders Al Mayadeen: Wir stehen dem Mainstream entgegen

Direktor des Fernsehsenders Al Mayadeen: Wir stehen dem Mainstream entgegen
Laut dem Direktor des panarabischen Nachrichtensenders Al Mayadeen, Ghassan bin Jiddo, sind die Medien des neuen Formats genötigt, gegen Monopolismus und Hegemonismus im Bereich der Massenmedien zu kämpfen. Als Beispiel der erfolgreichen Opposition gegen den Mainstream nannte er beim Medienforum “Neue Ära des Journalismus: Abschied vom Mainstream“ den Sender RT, der einen wichtigen Platz in der medialen Welt eingenommen hat.

„Ich sage es offen, ich glaube an alternative Varianten im Bereich Medien. Man muss nicht unbedingt so genannte alternative Massenmedien haben. Wir widerstehen dem Monopolismus und Hegemonismus, die als 'Mainstream' bekannt sind. Wir widerstehen dem hart und energisch in der arabischen Welt. Bei uns, in den arabischen Ländern, werden viele Nachrichten, Bilder, Angaben konstruiert präsentiert. Aber das Problem besteht nicht nur in Fabrikation und Lügen. Die arabische Welt wurde destabilisiert. Leider haben die Massenmedien eine negative Rolle in diesem bedauerlichen Geschehen gespielt“, erzählte er.

Bin Jiddo wies darauf hin, dass Al Mayadeen eine Alternative darbiete und versuche, die Realität in ihrer echten Form wiederzugeben. „Die Frage ist nicht, wie man Zuschauer durch die Berichterstattung von einigen schockierenden Ereignissen anlockt. Das alles hat einen flüchtigen, zeitweiligen Charakter. Die Massenmedien senden eine Botschaft, eine Message aus. Wir haben unsere Mission der Gesellschaft, den Menschen gegenüber. Ausdauer, ruhige Arbeit, schrittweises Vorankommen. Ich finde das den richtigsten Weg“, präzisierte der Direktor von Al Mayadeen.

Seiner Meinung nach sei es an der Zeit, sich bei der Gründung von Medien zu beeilen, die die Zuschauer rational anlocken und den abgekarteten Beiträgen entgegenwirken würden.

„Kurz gesagt, die Massenmedien, die auf das Denkvermögen der Zuschauer achten, werden auch weiter arbeiten, und die Massenmedien, die nur die Instinkte der Zuschauer kopieren, sind geringwertig und für sie gibt es keinen Platz. Trotz allem, was in der Massenmedienbranche passiert ist, können wir immer noch etwas tun und beeinflussen. Und wenn ich von RT spreche, habe ich vielleicht Anlass zu sagen, dass RT auf Englisch, Spanisch und Arabisch einen wichtigen Platz in der Welt eingenommen hat. Das zeugt davon, dass man diesen Kurs steuern kann, dass dieser Kurs erfolgreich sein und sicher den Opponenten entgegenstehen kann“,  betonte Ghassan bin Jiddo.