Schönheit des erdnahen Weltalls: ISS-Astronaut fotografiert seltene leuchtende Nachtwolken

Tim Peake, Astronaut der Expedition 47 der European Space Agency, fotografierte seltene nachtleuchtende Wolken aus der internationalen Raumstation ISS heraus am 29. Mai 2016.
Tim Peake, Astronaut der Expedition 47 der European Space Agency, fotografierte seltene nachtleuchtende Wolken aus der internationalen Raumstation ISS heraus am 29. Mai 2016.
Neue Aufnahmen an Bord der internationalen Raumstation ISS haben die Schönheit einer der seltensten Wolkenformationen eingefangen – leuchtende Nachtwolken. Fotografiert vom britischen Astronauten Tim Peake zeigt das Bild mit dem schönen Blaustich, was als polare mesosphärische Wolken oder häufiger 'nachtleuchtenden Wolken' bekannt ist.

Die Wolken, deren Existenz erst im Jahre 1885 erstmals dokumentiert wurde, formieren sich in großer Höhe in der Atmosphäre, in der Regel bei 76 bis 85 Kilometern über der Erdoberfläche. Diese Region ist als Mesopause bekannt, die Grenzschicht zwischen Mesosphäre und Thermosphäre.

Die Wolken bilden sich über den Polarregionen der Erde und entstehen dadurch, dass die untere Atmosphäre sich erwärmt, während die obere Atmosphäre abkühlt, wobei sich Eiskristalle an Meteoritenstaub und anderen Partikel hoch am Himmel bilden.

In der Regel nur in der Dämmerung sichtbar, wenn die Sonne unter dem Horizont ist, beleuchtet ein Teil ihres Lichtes weiterhin die Wolken mit "elektrisch-blauen Strähnen, die am Rand des Weltraums wachsen", so NASA.

Man muss kein Astronaut sein, um solch ungewöhnliche Wolkenformationen zu sehen, denn nacht-leuchtende Wolken sind auch von der Erde aus sichtbar.

Wissenschaftler arbeiten noch daran, vollständig zu verstehen, wie solche Wolken entstehen. Es gibt unterschiedliche Ansichten über ihre zunehmende Präsenz und ob dies auf etwas hindeuten könnte. Einige Wissenschaftler glauben, dass sie "potenzielle Indikatoren" von atmosphärischen Veränderungen durch einen Anstieg der Treibhausgase sein könnten.